Grow

März 2022

G’day, Mates!

Der März ist ins Land gezogen und wir haben wunderschöne Frühlingstage von ihm geschenkt bekommen. Teilweise habe ich schon die ersten Sonnenstrahlen im Garten genießen können und mich an der Natur erfreut, die langsam wieder grüner und damit auch bunter wird. Gleichzeitig hat es auch sehr oft geregnet und gestürmt, was mir eine besondere Form von Ruhe und Gemütlichkeit geschenkt hat.

Der März war ein merkwürdiger Monat. Auf der einen Seite lag mein Privatleben fast vollständig still, weil ich praktisch nur gearbeitet habe und meine Tage bis auf die Minute durchgetaktet sind, was mich sehr gestresst hat. Ich war durchgehend müde und erschöpft und habe versucht, meine Routinen beizubehalten und bin eigentlich fast täglich daran gescheitert und habe gefühlt nichts geschafft. Das stimmt so natürlich nicht, wenn ich mir anschaue, was ich für mein Schreibleben geleistet habe, aber zufrieden stellt es mich absolut nicht. Ich hatte mehrere Tage, an denen ich einfach nur total frustriert war, weil der Tag zu wenig Stunden hat und das lässt mich ein wenig verzweifeln.

Doch dann hatte ich anderthalb Wochen Urlaub und habe mich dort um das Lektorat gekümmert und habe ein, zwei Tage bei fantastischem Wetter im Garten gesessen und gelesen. Einfach mal nichts gemacht und die Seele baumeln lassen. Das hat mir so viel Ruhe geschenkt und mich ein bisschen erden können. Darüber war ich total froh und bin sehr dankbar, die Möglichkeit zu haben, in den Garten zu gehen. Gerade, weil wegen Corona das Fortkommen etwas schwieriger ist.

Ansonsten empfand ich den März als sehr bedrückend, was die allgemeine Weltlage angeht. Mir geht das ziemlich an die Nieren und obwohl ich hier keine großen Worte darüber verlieren möchte, macht mich die Situation sehr fassungslos. Wütend. Es ist einfach unbegreiflich. Dazu noch Corona und der gewohnte Mist, der jetzt seit über zwei Jahren an den Nerven zerrt.

Aber kommen wir von den schwierigen Themen weg.

Ein paar Tage in diesem Monat konnte ich mit der Familie verbringen und das war echt schön. Die Situationen sind dank Corona seltener geworden, aber umso mehr schätzt man die gemeinsame Zeit und genießt sie dann auch.

Ich hatte dann auch meinen ersten Kontrolltermin für meine Zahnspange und war mir total sicher, dass ich eine feste Spange bekomme, weil ich bisher keine Veränderungen feststelle. Aber der Kieferorthopäde ist vollkommen zufrieden, meine Zähne bewegen sich so, wie sie sollen und wenn ich viel Glück habe, ist nach 24 Schienen eventuell Schluss. Da ich jetzt bei Schiene 10 bin, ist das doch ein tolles Ziel. Ihr glaubt gar nicht, wie sehr ich mich darauf freue, nicht mehr ständig Zähne putzen zu müssen und vor allem wieder Tee trinken zu können. Es macht mich so glücklich, dass die feste Spange vom Tisch ist, denn darauf habe ich überhaupt keinen Nerv.

Dann habe ich mich diesen Monat zu einem Entschluss gebracht, der mir rückblickend eine Menge Frieden gibt und mich auch hoffentlich näher an meine Ziele. Ich möchte nicht sagen, worum es geht, aber ich bin wahnsinnig gespannt, was das mit mir macht.

Auch im März ging mein Lesefieber weiter, wofür ich sehr dankbar bin. Momentan macht es einfach wahnsinnig viel Spaß, in Geschichten zu versinken und diese zu genießen. Diesen Monat habe ich mehrere Bücher gelesen, die deutlich mehr als 500 Seiten hatten und ich habe keine Ahnung, wie das noch in meinen vollen Arbeitsalltag gepasst hat. Aber so hat mich Die Flockenleserin von Mike Powelz begleitet, das in einem Hospiz spielt und die Biographien der einzelnen Bewohner nachzeichnet. Allein schon wegen dieses mutigen Settings ein tolles Buch. Der Duft von Salz und Sonne und Der Geschmack von Abschied und Asche von Jonna Enders haben mich beide tief berührt. Der Schreibstil der Autorin konnte sich direkt in mein Herz schreiben und ich habe jede Seite genossen. Der Zopf von Laetitia Colombani war ein niedliches Büchlein mit einer rührenden Geschichte für zwischendurch, leider für meinen Geschmack zu kurz und zu vorhersehbar. Der Hühnerzauber und Das Camp von R. L. Stine gehören zur Gänsehaut / Fear Street-Reihe, da ich von beiden Büchern jeweils eins pro Monat lesen möchte. Haben mich beide gut unterhalten und waren schön kurzweilig. Mein Highlight diesen Monat war A Court of Thorns and Roses von Sarah J. Maas. Zu ihr und ihren Büchern muss ich wohl nichts mehr sagen, außer: Sorry, I’m late to the party! Dann habe ich mir noch das Sachbuch Heftromane schreiben und veröffentlichen von Anna Basener zu Gemüte geführt und anschließend meinen ersten Heftroman aus der Reihe Das Berghotel gelesen und ja, ich habe mich bestens unterhalten gefühlt 😀 #Kühe

Ende März kam das langersehnte Spiel meiner liebsten Lieblingsserie THE TRIBE auf den Markt. Ich habe leider schon befürchtet, dass es genauso halbgar wird, wie die Bücher es sind und leider war es auch so.
Es hat mich sehr emotional gemacht, mit meinem Charakter durch die vertrauten Welten und Szenerien der Serie zu laufen, begleitet von dem Soundtrack, den ich seit meinem zwölften Lebensjahr im Herzen trage und doch fehlt dem Spiel alles, was ein schönes Spielerlebnis ausmacht. Die Steuerung ist pain in the ass, die Kämpfe so brutal langweilig, vor allem, wenn man nicht zwischendurch speichern kann und so manche Kämpfe immer und immer wieder spielen muss, die Fähigkeiten und Gegenstände sind vollkommen nutzlos und man kann auch nicht wirklich mit den geliebten Charakteren interagieren. Ich habe mich echt durchgequält und bin traurig. Es soll eine Fortsetzung geben, aber die wird vermutlich ohne mich stattfinden. Denn das war echt absolute Zeit- und Geldverschwendung 🙁

Ich habe im März kaum etwas gesehen, weil mir irgendwie momentan nichts zusagt. Ich weiß nicht, ob ich cozy Kleinstadtromantik oder brutale Sci-Fi-Action will. Ich habe mit Humans angefangen, aber irgendwie packt mich die Serie nicht so richtig, obwohl sie alles hat, was spannende Serien ausmachen und mich das Thema rund um Roboter und die daraus entstehenden moralischen und ethischen Konflikte interessieren. GNTM unterhält mich noch immer wunderbar, wobei man merkt, dass die letzten Staffeln sehr lieblos sind. Mir fehlen schöne Fotoshootings, die nicht aussehen, als hätte ich die Fotos vom Handy gemacht und mehr Scripted Reality-Feeling in der Villa. Also habe ich Ende des Monats wieder mit The 100 angefangen und hoffe, dass ich die Serie dieses Mal auch zu Ende schaue.

Eigentlich wollte ich diesen Monat nicht schon wieder Electric Fields hier erwähnen, um ein wenig Variation einzubringen. Aber Gott, diese Band ist einfach mein Soundtrack für 2022. Sie haben einen neuen Song herausgebracht und ich liebe die mystischen Klänge, die Aboriginal-Sprache und allgemein das gesamte Lied. Es ist so unfassbar toll und es bricht mir das Herz, weil ich diese Band nicht live sehen können werde, weil ich auf der falschen Hälfte der Welt lebe.

Electric Fields - Catastrophe (Offical Music Video)

Denk nicht darüber nach, was die anderen denken können. Denn das können wir ja eh nicht hören und das ist doch das Schöne daran.

Nikeata Thompson, GNTM 2022

Der April ist ja halb vorbei. Ich hoffe, dass ich noch mehr von dem wunderschönen Frühlingswetter genießen kann und meine Schreibziele erreiche. Ansonsten ist für diesen Monat nichts weiter geplant, da ich leider auch ein wenig umdisponieren musste. Davon erzähle ich euch aber im Rückblick für den April 🙂

Ich hoffe, ihr hattet einen guten März und einen hoffentlich (noch) besseren April!


No worries,

Sarah