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Februar 2022

G’day, Mates!

Das neue Jahr ist mittlerweile gar nicht mehr so neu und der Februar ist mit seinem stürmischen Wetter an uns vorüber gezogen. Er fing grau, nass und kalt an und endet mit länger helleren Tagen, blauem Himmel, Sonnenschein und den ersten Frühlingsboten. Die Krokusse schauen aus der Erde hervor und die Vögel beginnen wieder zu singen.

Der Februar ist, ähnlich wie der Sturm, an mir vorübergezogen, was aber an einer wundervollen Sache liegt: Die Hälfte des Monats steckte ich knietief in meinem Lektorat und hatte kaum Zeit für andere Dinge. Zugegeben, viel habe ich Dank der dunklen, kühlen Jahreszeit und Corona-Einschränkungen nicht verpasst. Und das Lektorat war es total wert. Es hat mir sehr viel Spaß gemacht, mich mit den Anmerkungen meiner wundervollen Lektorin zu beschäftigen und ich habe jede Sekunde davon genossen, auch wenn es ein wilder Ritt war und anderes dafür stark zurückstecken musste.

Auch diesen Monat habe ich wieder einen größeren Spaziergang unternommen, dieses Mal an der Spree entlang. Das Wetter war an dem Tag einfach nur fantastisch. Die Sonne schien, der Himmel war blau. Es waren viele Menschen unterwegs, die aber allesamt gute Laune hatten. Da kam richtig Frühlingsstimmung auf und da habe ich schon die ersten Krokusse gesehen. Es hat sich richtig so angefühlt, als würde die Welt kurz aufatmen können.

Mit meinen Eltern habe ich eine weitere Partie Die Siedler beendet und das Brettspiel macht wirklich eine Menge Spaß. Bisher habe ich alle Runden gewonnen 😀 ich mag, dass das Spiel recht kurzweilig und die Regeln, wenn man sie einmal verinnerlicht hat, auch sehr simpel sind. Das Spielfeld ist total schön aufgemacht und auch mal etwas anderes, als immer nur Figuren von A nach B zu schieben. Ich wittere schon eine neue Runde im kommenden Monat 😉

Da mein Hausstauballergiefestival im Januar ausfiel, habe ich nach und nach an den Wochenenden ein wenig aufgeräumt und eine Menge weggeschmissen. Endlich ist unter dem Bett wieder alles bis in die letzte Ritze gesaugt, mein Schreibtisch aufgeräumt und alles darauf ordentlich verstaut. Ich habe einige alte Schreibideen hervorgekramt und schaue mal, was ich daraus mache 🙂 Insgesamt tat das wirklich gut. Mir sind beim Aufräumen einige Gedanken gekommen, die ich ohne diese Art von Meditation nicht gehabt hätte und die ich gerade sehr spannend finde, was meine Zukunft, das Schreiben aber auch zwischenmenschliche Beziehungen angeht. Genau deshalb liebe ich es, aufzuräumen 🙂

Viel Spaß hatte ich auch daran, am Wochenende Sims Let’sPlays auf YouTube zu schauen und nebenher auszumalen. Diese eine Stunde entschleunigt mich immer total und das bringt mich richtig runter. Ich genieße diese Auszeit sehr. Genauso erging es mir auch mit dem Setup für das Bullet Journal vom zweiten Quartal. Ich habe nebenher die uralten Folgen von Schloss Einstein angemacht und das BuJo aufgesetzt. Zugegeben, das dauert gern mal ein paar Stunden, was manche nicht verstehen können und das kann ich auch absolut nachvollziehen. Aber auch das entspannt mich und macht einfach Freude. Vor allem, weil das System für mich einfach noch immer am besten funktioniert. Ich merke wirklich, wie ich jetzt schon in diesem kurzen Jahr deutlich produktiver bin als im letzten Jahr ohne „richtigem“ BuJo.

Und eine tolle Nachricht hielt das Ende des Monats vollkommen unvorhergesehen für mich bereit: Ich hatte einen Termin beim Hörgeräteakustiker, um mir einen Gehörschutz für Konzerte anfertigen zu lassen (sofern die überhaupt mal wieder stattfinden. Konzerte sind ja leider keine Fußballspiele, die auch inmitten einer Pandemie stattfinden dürfen). Ich habe einen Hörtest gemacht, um zu schauen, wo ich stehe und mein lädiertes Ohr funktioniert wieder zu 100%! Ich habe nicht mehr dran geglaubt, dass die Hörleistung vollkommen zurückkehren wird, aber ich bin so glücklich darüber! Jetzt muss nur noch der Tinnitus weg 😀

Obwohl der Februar so kurz war, habe ich eine Menge weggelesen. Zugegeben, es waren meist nur kurze Bücher, aber trotzdem. So habe ich zwei Ratgeber von Joanna Pen verschlungen: Mindset für Autoren, Businessplan für Autoren. Zugegeben, es war nicht allzu viel Neues dabei, aber es hat mich in manchen Bereichen bestärkt, was auch sehr gut getan hat. Von Becca Syme habe ich den Ratgeber Dear Writer, you need to quit gelesen und fand das sehr interessant, was sie an Tipps und Tricks verraten hat. Werde ich definitiv noch einmal lesen. Von Katja Brandis habe ich Koalaträume gelesen und war positiv über die Einbindung der Aborigines und ihrer Kultur überrascht. Da ich auf einem Nostalgie-Trip war, habe ich beschlossen, nach und nach alle Gänsehaut- und Fear Street-Bücher lesen zu wollen. Den Beginn hat Teuflische Freundin aus der FS-Reihe gemacht. Leider war die Handlung für mich ein wenig zu wirr, aber die Nostalgie hat das wett gemacht 😀 The Memory Chamber von Holly Cave handelt von dem Leben nach dem Tod und eigens dafür designte Szenarien. Obwohl die Autoren vor moralischen und ethischen Themen nicht zurückscheute, was ich sehr stark fand und der Plot alles hatte, was ein gutes Buch braucht, hat es mich nicht richtig packen können. Weightloss for people who feel to much von Colette Baron-Reid hat mich mit jeder gelesenen Seite zunehmend aggressiver gemacht. Das Buch gibt weder neue Tipps (Journal führen und Ernährung umstellen, dann passt das schon), noch werden diese Tipps zusammengefasst, sodass man sich alles mühsam herausschreiben muss. VOX von Christina Dalcher zeigt ein erschreckendes Szenario – Frauen dürfen pro Tag nur 100 Wörter sprechen, ansonsten werden sie bestraft. Für mich war die Geschichte zu emotionslos gezeichnet, dabei war auch hier das Setting wirklich vielversprechend.

Diesen Monat habe ich den 2000er Klassiker Zoo Tycoon herausgekramt, da ich hier noch immer vorhabe, irgendwann alle Szenarios durchzuspielen – ja, seit meiner Kindheit. Ganze zwei konnte ich diesen Monat abschließen.
Es hat mir sehr viel Spaß gemacht, die jeweiligen Gehege der Tiere artgerecht einzurichten und zu schauen, dass es ihnen gut geht. Ich bin dabei sogar ein bisschen kreativ geworden und von meinem üblichen Plan abgewichen, das war wirklich cool. Vor allem die Dinosaurier machen mega viel Spaß. Da ich als Kind das Erweiterungspack nicht hatte, genieße ich es jetzt umso mehr.
Leider ist das Spiel nicht so konzipiert, dass man nach Erreichen der Ziele fertig ist, sondern nach Ablauf der vorgegebenen Zeit. Dadurch läuft das Spiel oft bei mir im Hintergrund weiter, was ich sehr schade finde, da ich einige Ziele bereits sehr viel früher erreicht habe.
Bei einem Szenario sollte man 500$ für verschiedene Meerestiershows verdienen. Ich habe mich total ins Zeug gelegt, die coolste Show überhaupt gestaltet und mich gewundert, dass die Beurteilung der Besucher bei 38 lag (normalerweise habe ich im Schnitt 60-70 von 100). Das hat mich ziemlich genervt, weil ich eine Bewertung von 95 brauchte. Irgendwann habe ich herausgefunden, dass meine Show in Spielzeit knapp einen Monat brauchte und die Bedürfnisse der Besucher deswegen so runtergingen, dass sich das auf die Besucherbewertung niedergeschlagen hat. Ich habe mich so totgelacht 😀 Wären es Sims, wären die längst tot.

Netflix packt mich momentan null. Ehrlich gesagt habe ich auch die Schnauze voll davon, dass jeden Tag neue Serien dazukommen, dafür aber die meisten nach einer Staffel eingestellt werden. Es ist sehr mühsam, überhaupt Zeit darin zu investieren und nimmt mir jede Freude.
Deshalb bin ich zu Amazon Prime gewechselt und habe mir dort Staffel 1+2 von LOL mit Bully Herbig angesehen. Deutsche Comedians werden sechs Stunden in einen Raum gesteckt und dürfen nicht lachen. Wer lacht, fliegt raus. Obwohl es einige witzige Szenen gab, fand ich die Show total unlustig. Ich musste kein einziges Mal so richtig lachen und war eher gestresst, weil sich alle bemüht haben, nicht zu lachen. Anfang des Monats begann ja wieder eine neue Staffel GNTM. Da bin ich natürlich wieder dabei 😀 Ich muss sagen, dass ich die Meeeedchen (und älteren Damen ;)) echt sehr spannend finde. Vom Look und auch vom Auftreten her. Lieselotte ist der Kracher. Den restlichen Monat habe ich mit The Handmaid’s Tale verbracht. Eine Serie, die unfassbar schmerzhaft anzuschauen, aber gleichzeitig so gut gemacht ist, dass man nicht aufhören kann. Ich hatte vor Jahren das Buch begonnen, bin nicht reingekommen und habe es nun mit der Serie probiert und wow. Die Bilder sind so toll und symbolisch, die Schauspielleistung ist der Wahnsinn und die Geschichte krass. Ich habe mir direkt nochmal das Buch bestellt und will es erneut probieren.

Electric Fields habe ich in Australien 2019 entdeckt, als sie im Vorentscheid vom ESC waren. Mir gefiel ihr Song „2000 and whatever“ unfassbar gut, ich freue mich darüber, dass die Band mit einem modernen Sound die Aborigines repräsentiert und habe durch Zufall dieses Lied auf Spotify entdeckt und mich sofort verliebt. Es ist mein Song des Monats und bedeutet mir so viel. Es lief wirklich jeden einzelnen Tag, während ich abends nochmal den Tag reflektiert habe und Tagebuch schrieb.
Und dieses Video ist so ästhetisch, ein Blick lohnt sich wirklich!

Electric Fields – Gold Energy (Live for ABC’s The Sound)

Hätte ich eine Paw Patrol, wärt ihr alle nicht dabei!

Meine beste Freundin

Im März kommen einige sehr heftige Änderungen auf mich zu, von denen ich mir noch nicht sicher bin, wie ich sie wegstecke. Ich muss einige Entscheidungen für die Zukunft treffen, was mir ein wenig im Magen liegt und meinen gesamten Wochenplan umstellen, womit ich nicht allzu glücklich bin. Ich hoffe einfach nur, dass ich irgendwie durch diesen Monat komme und das ohne allzu großen Schaden…

Ich hoffe, ihr hattet einen guten Februar und einen hoffentlich (noch) besseren März!


No worries,

Sarah