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Empfehlung australischer Musik

G’day, Mates!

Heute möchte ich einige eher unbekannte australische Musiker und Bands empfehlen, die ich teilweise schon vor meinem Auslandsaufenthalt gehört habe, währenddessen entdeckt habe und nun nicht mehr missen möchte.

eMDee / Shayote Carter

eMDee ist eine Band, die ich 2006 kennengelernt habe, als ich das erste Mal in Australien war. Die Band besteht aus Mark Hoffmann, der Didgeridoo spielt und Thor, der die Drums bedient (früher Lukas Bendel). Sie spielen regelmäßig auf dem Mindil Market in Darwin, der saisonal von April bis Ende Oktober stattfindet. Schon damals habe ich mich in diese für mich ungewöhnliche Musik verliebt und höre die Band heute noch sehr, sehr gern.

Ich liebe einfach die Sounds vom Didgeridoo in Kombination mit den Drums. Etwas, was ich so noch nicht oft gesehen habe. Das ist Musik, die ich super gut im Hintergrund laufen lassen kann, die mich belebt und glücklich macht.

Als ich 2019 erneut in Darwin war, habe ich mich wahnsinnig auf diesen Markt und auch eMDee gehört, deren Musik mein Heimweh über die Jahre wenigstens ein bisschen gelindert hat. Das Tolle ist, dass diese Band wirklich „zum Anfassen“ ist. Man kann sich mit ihnen unterhalten, Fotos machen und das schätze ich sehr. Ich habe auch zwei Alben signiert bekommen, was mich richtig happy macht.

Ich verbinde sehr viele Erinnerungen mit eMDee, nicht zuletzt auch die schönsten Mindil Märkte in Darwin, die ich 2019 dort verbracht habe, gekürt von einem atemberaubenden Sonnenuntergang.

Marks Frau, Shayote, hat direkt neben dem Zelt von eMDee einen Schmuckstand auf dem Mindil Market. Früher hat sie teilweise manche Songs von eMDee gesungen, heute leider nicht mehr. Sie hat früher eine CD rausgebracht, die ich unbedingt haben wollte, weil ich ihre Songs früher nur über MySpace hören konnte und mir das irgendwann nicht mehr gereicht hat. Wir haben sehr lange Zeit regelmäßig über Instagram Nachrichten ausgetauscht. Eine tolle Frau mit einer sehr eigenen Weltanschauung, aber dem Herz am rechten Fleck 🙂

eMDee auf Spotify

Shayote auf Spotify

Electric Fields

Electric Fields, bestehend aus Michael Ross und Zaachariaha Fielding habe ich 2019 kennengelernt, als ich den australischen Vorentscheid vom Eurovision im Fernsehen gesehen habe. Dort ist die Band mit ihrem Song „2000 and whatever“ angetreten. Zugegeben, die elektronischen Töne sind eigentlich eher nicht meins, aber die Performance hat mich echt umgehauen. Sie war so voller Energie und irgendwie trifft der Songs mit seinen Lyrics auch den aktuellen Zeitgeist.

Electric Fields - 2000 And Whatever - SBS Eurovision: Australia Decides

Ich bin heute noch am Boden zerstört, dass sie nicht gewählt wurden. Zum einen ist es mir immer wichtig, Aboriginal People zu repräsentieren und welchen Act hätte es gegeben, der es besser hinbekommt, als Electric Fields? Am Ende wurde leider eine Weiße in den ESC geschickt.

Die Aboriginal-Wurzeln merkt man in vielen Liedern, da die Lyrics teilweise in Pitjantjatjara /  Yankunytjatjara gesungen werden, der Muttersprache von Zaachariaha. So auch in dem Song „2000 and whatever“. Das gefällt mir sehr gut, weil man so auch wieder Barrieren abbaut und diese Kultur im Jetzt inkludiert.

Ich habe den Song danach sofort in meiner Playlist aufgenommen und ihn oft gehört. Er spielte auch beim Feuerwerk in Sydney, was mich total gefreut hat.

Diesen Monat habe ich die Band rauf und runter gehört. „Gold Energy“ ist mein derzeitiger Lieblingssong.

Electric Fields – Gold Energy (Live for ABC’s The Sound)

Electric Fields auf Spotify

Jessica Mauboy

Jessica Mauboy lief 2007, als ich in Australien war überall rauf und runter. Sie hatte gerade den zweiten Platz in Australian Idol belegt und ihr Song „Been waitin'“ lief überall. Ich habe mich sofort in den Song verliebt, aber irgendwann ein wenig das Interesse verloren, weil mir die Musik zu RnB-lastig war.

Jessica Mauboy - Been Waiting

Auch Jessica Mauboy hat Aboriginal-Wurzeln (und auch indonesische) und spielte in dem Film The Sapphires, der von vier Aborigine-Schwestern handelt, die als Sängerinnen für das US-Militär arbeiten und die Soldaten in den Vietnamkrieg begleiten. Sogar die Stolen Generation kommt kurz in dem Film vor, der wirklich sehr sehenswert ist.

Lustigerweise fiel mir ihre Musik erst wieder auf, als sie in einer Episode der australischen Teenie-Serie Dance Academy mitspielte. Leider gibt es genau diesen Song, den sie dort singt, nicht auf Spotify, was mich wahnsinnig macht, weil er total gut ist 😀

Von da an habe ich ab und an mal wieder ihre Songs gehört und 2019 hat sie ihr Album HILDA rausgebracht, auf dem besonders der Song „Little Things“ sehr oft gespielt wurde und mich an einige Abende in Hostels erinnert.

Jessica Mauboy - Little Things

Jessica Mauboy auf Spotify

Yothu Yindi

Yothu Yindi ist eine Band, die aus Aborigines und Australiern (teilweise mit europäischer Abstammung) besteht. Sie kombinieren Elemente ihrer traditionellen Musik, gespickt mit Pop-Elementen, die eine sehr interessante Mischung ergeben.

Yothu Yindi - Djapana (Radio Mix)

Ich habe die Musik vor allem 2006 bei der ersten Australienreise rauf und runter gehört. Ich kann die Musik der Band nicht mehr wegdenken. Sie macht auf der einen Seite richtig gut Laune, zum anderen spürt man die traditionelle Musik in jedem Song und das gibt dem Ganzen etwas Exotisches.

Yothu Yindi - Tribal Voice

Yothu Yindi auf Spotify

Rebecca Lavelle

Die Stimme der Sängerin ist jedem Fan von der Serie McLeod’s Töchter bekannt, da sie nicht nur den Titelsong gesungen hat, sondern auch 90% der restlichen Songs der Serie.

Ich hätte euch fürchterlich gern ein paar Impressionen da gelassen, aber dadurch, dass die Produktion von McLeod’s Töchter, Channel 9, den Fans wirklich alles wegnimmt, was man von McLeod haben kann, existieren die Songs weder auf YouTube, noch auf Spotify. Wir müssen die Sinnlosigkeit dieser Aktion nicht diskutieren.

Rebecca Lavelle hat aber 2014 bei Voice of Germany mitgemacht, da sie kurze Zeit in Deutschland gelebt hat, von daher kann ich euch das Video ihrer Blind Audition einfügen:

Stay (I Missed You) - Bec Lavelle | The Voice | Blind Audition 2014

Bec Lavelle auf Spotify

Ich hoffe, euch haben die Empfehlung Spaß gemacht 🙂

No worries,

Sarah