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Januar 2022

G’day, Mates!

Das neue Jahr ist da. Für die einen mit Schnee, für die anderen mit dunklem, grauen Schmuddelwetter. Die Tage werden aber wieder spürbar länger und es liegt ein wenig die Magie von Neuanfang in der Luft. 365 leere Seiten warten darauf, beschrieben zu werden und ich bin gespannt, was dieses Jahr bringen wird.

Der erste Monat im neuen Jahr. Normalerweise verspüre ich immer neuen Auftrieb, ganz viel Energie und hab total Bock, mich in alle Aufgaben und Herausforderungen reinzustürzen. Das war dies Jahr leider nicht so. Und ehrlich gesagt beginnt das neue Jahr da, wo das alte aufgehört hat, was mich gerade ziemlich quält.

Ich war über Weihnachten sehr stark erkältet und habe mir in Folge (und in Kombination mit meinen Kieferproblemen) einen Hörsturz eingefangen. Meine Hörleistung ist auf einem Ohr stark gemindert und ich habe seitdem mit einem Tinnitus zu kämpfen. Das war erstmal ein krasser Schock und auch ein extremer Tiefschlag für mich. Mir ging es psychisch damit überhaupt nicht gut. Im Alltag kann ich den Tinnitus gut kompensieren, aber beim Einschlafen oder in Momenten, wenn man nicht permanent mit Musik beschallt werden will, schlägt er voll zu und da fallen mir Ruhe und Konzentration sehr schwer. Es gibt gute und schlechte Tage. Aber dass das jetzt bleibt, finde ich psychisch schwer zu akzeptieren und damit hadere ich sehr. Ich bin außerdem bei manchen Frequenzen sehr geräuschempfindlich geworden und das ist alles einfach nur Mist.

So bin ich direkt mit einer neuen Herausforderung, weiteren Einschränkungen und Sorgen ins neue Jahr gestartet. Juhu. Meinetwegen können wir 2022 direkt überspringen.

Mein jährliches Hausstauballergiefestival ist aus diesem Grund auch ausgefallen, weil ich dafür weder Nerv, noch Kraft hatte und irgendwie fehlt mir dieses besondere, aufgeräumte Gefühl zum Jahresbeginn. Vielleicht hol ich das noch nach. Ansonsten fällt es dies Jahr wohl aus 🙁

Der erste volle Monat mit Zahnspange ist rum und ich bin froh um jeden Tag, der vergeht. Mittlerweile wurde mir von allen Seiten gesagt, dass man sie weder sieht, noch hört und das ist sehr entlastend. Ich hatte große Sorge, zu lispeln und das ist während der Arbeit mit Maske einfach anstrengend. Weniger entlastend ist, dass ich nach. Jedem. Essen. Zähne putzen und Zahnseide benutzen muss. Da ich die Spange nur zwei Stunden rausnehmen darf, muss das Essen auch sehr flott gehen. Zusätzlicher Stress. Nett nach dem Essen zusammensitzen ist nicht. Gemütlich beim Film Popcorn essen ist nicht. Am meisten fehlt mir mein Liter Tee am Tag, den ich nicht mehr trinken darf, weil sich sonst die Schienen verformen. Nun ja. Der Sommer kommt ja bald … Schmerzen habe ich glücklicherweise keine, was ein absolutes Plus ist. Natürlich spürt man den Druck, gerade auch durch die Gummizüge, aber das ist auszuhalten.

Da ich mir dies Jahr vorgenommen habe, jeden Monat wenigstens einen großen Spaziergang zu machen, bin ich an einem Samstag losgezogen und zwei Stunden durch eine Kleingartenkolonie gelaufen. Das hat in dieser Jahreszeit zwar wenig Sinn ergeben, aber es tat gut, sich an der frischen Luft zu bewegen und mal etwas anderes zu sehen als den Häuserblock, den ich beim (fast) täglichen Spaziergang sehe. Ich hoffe, dass ich daran festhalten kann und im Dezember auf 12 größere Spaziergänge zurückblicken kann.

Eigentlich hätte Ende Januar mein erstes Konzert seit 2018 stattfinden sollen. Bullet for my Valentine. Wir müssen nicht drüber sprechen, dass ich wegen Corona und Ohr eh nicht hingegangen wäre. Aber mein Herz blutet trotzdem. Bullet waren mein letztes Konzert 2018 und mein erstes nach der Pandemie gewesen. Es tut schon sehr, sehr weh. Ich hätte die neuen Lieder furchtbar gern live gehört und einfach diese einzigartige Magie eines Konzerts verspürt. Nun ja. Mal sehen, ob mein Konzert im Mai stattfindet … 🙁

Ansonsten habe ich den Januar damit verbracht, gesund zu werden und danach sehr, sehr viel gearbeitet, wodurch wenig Zeit für anderes blieb.

Ich habe das Jahr mit einigen Re-Reads eingeläutet, weil ich wieder mehr Fantasy lesen möchte. So habe ich wieder mit Karigan die Grünen Reiter bei ihren Missionen begleitet (Der magische Reiter, Die Botin des Königs von Kristen Britain) und obwohl ich Angst hatte, dass mir die Bücher nicht mehr so gefallen könnten, wurde ich eines Besseren belehrt und habe mich darüber total gefreut. Die besondere Atmosphäre ist einfach nur gemütlich und tut gut. Dann habe ich den Ratgeber Fantasy schreiben und veröffentlichen von Sylvia Englert gelesen, den ich leider auch im zweiten Anlauf nicht hilfreich finde. Danach ging es mit einem Lieblingsbuch weiter – Das Orakel von Oonagh von Flavia Bujor. Obwohl viele Handlungsstränge sehr wirr und unausgegoren sind, liebe ich die Atmosphäre. Outback Vets von Annabelle Brayley habe ich zu Weihnachten bekommen und fand es sehr interessant, von der absolut unterschiedlichen Arbeit australischer Tierärzte zu lesen. Auch zu Weihnachten bekommen habe ich Mein Leben basiert auf einer wahren Geschichte von Anne Freytag. Zugegeben, der Schreibstil war überhaupt nicht meins, aber manche Szenen haben mich wahnsinnig berührt, weil sie so echt und wahr waren und Australien so aufgegriffen haben, wie ich es erfahren habe und empfinde. Alles Mist? Eine Familie zieht aufs Land von Susanne Veit fand ich gut geschrieben, aber mir ging das Gemeckere auf die Computerspiele (die alle süchtig machen! Achtung!!!! Böse, böse, böse!!!!!) total auf den Geist. Probleme der Jugend ausschließlich darin zu begründen und „Dorfkiner“ als Heilige darzustellen, die wissen, wie das „richtige Leben“ läuft… hm.

Nach der Überleitung 😀 gehe ich direkt zu meinen gespielten Inhalten über.
Ich habe aktuell keine Lust auf Sims, irgendwie nervt und stresst mich das Spiel, ohne dass ich begründen kann, wieso das so ist. Da ich mir letztes Jahr Dorfromantik gekauft und so gut wie nie gespielt habe, weil es mich nicht so gepackt hat, wollte ich dem Spiel noch eine Chance geben. Der Soundtrack ist so dermaßen entspannend. Mich bringt diese ruhige Musik total runter, dazwischen noch das Muhen von Kühen und Krähen von Hähnen … ich liebe es total. Und ich werde auch besser darin, die Kacheln zu platzieren! Mein Highscore liegt bei über 10.000 Punkten und darauf bin ich schon ein bisschen stolz 😀
Zu Weihnachten habe ich das Brettspiel „Die Siedler von Cathan“ bekommen (mittlerweile heißt es wohl nur noch „Catan“, glaube ich). Und es macht richtig, richtig viel Spaß. Es ist nicht so langwierig, wie man zuerst denkt. Vom Spielgefühl her ist es für mich sehr vergleichbar mit Monopoly. Ich freue mich auf jeden Fall darauf, bald wieder zu spielen.

Rund um Weihnachten hatte ich total Lust auf die alte (und für mich einzig existierende) Verfilmung von The Secret Garden, die mit Maggie Smith. Da Netflix den Film Anfang Januar im Programm hatte, habe ich ihn mir angesehen und liebe ihn noch immer total. Danach habe ich mir die Neuverfilmung von Little Women angesehen und fand sie bis auf Florence Pugh überhaupt nicht gut. Die Serie Greenleaf handelt von einer religiösen Familie, die sich mit einer Kirche ein Familienimperium aufgebaut hat. Da ich aber nach einer Staffel keinen einzigen Namen behalten konnte und es mir (ähnlich wie in Game of Thrones) nur um die Abgründe angeblich religionstreuer Familienmitglieder ging, die total ausgereizt wurden, habe ich die Serie abgebrochen. Sehr gut gefallen hat mir die Miniserie AlRawabi School for Girls, eine jordanische Serie, die das Thema Mobbing behandelt. Das Ende war heftig, aber passend. Und jaaaa. Dann begann das Dschungelcamp und obwohl mir Australien fehlt und ich nicht mal mehr eine Ausrede habe 😀 finde ich es dies Jahr recht unterhaltsam.

Seit Anfang des Jahres höre ich wieder ganz viel Nelly Furtado, hauptsächlich aber die älteren Lieder von Folklore und nur vereinzelte welche vom Loose-Album. Ich habe gar nicht richtig mitbekommen, dass sie aus dem Musikgeschäft ausgestiegen ist, was ich echt schade finde. Sie hat so eine tolle Stimme und ich mochte diesen besonderen Sound von ihr total gern. Explode ist ein Lied, das auch laut Spotify auf Platz 1 meiner meistgespielten Songs des Monats ist, weil ich dieses Lied so stark finde. Die Message, das Video. Hach. Richtig gut ist auch diese Live Version von Say it right. Ein Song, mit dem ich ganz viele besondere Erinnerungen verbinde.

Nelly Furtado - Explode

„Oh, wie cool! Da ist ein Fuchs! Ich versuche mal ein Foto zu machen … Oh. Er pisst in die Weihnachtsbäume am Straßenrand. Wunderschön.“

Ich

Der Februar wird relativ ereignislos. Ich habe einige Schreibziele, die ich erreichen muss, andere, die ich erreichen will und werde dort nochmal Vollgas geben, bevor im März einige Änderungen anstehen werden. Ich hoffe, dass ich mich dann mit der ganzen Ohr-Situation etwas besser arrangieren kann, mal sehen. Geplant ist nichts, aber ehrlich gesagt habe ich alle Planungen dank Corona ein wenig aufgegeben.

Ich hoffe, ihr hattet einen guten Januar und einen hoffentlich (noch) besseren Februar!


No worries,

Sarah