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Schreibziele 2021

Wie jedes Jahr habe ich mir auch für das vergangene Jahr Schreibziele gesetzt, die ich erreichen wollte. Leider lief das Jahr aus vielen Gründen anders als geplant (das könnt ihr im Jahresrückblick lesen, oder euch für den Newsletter anmelden, um solche Informationen nicht zu verpassen :))

Trotzdem habe ich ein bisschen was geschafft. Schauen wir uns das doch mal an 🙂

Falls jemand den ursprünglichen Beitrag meiner Schreibziele lesen will, kann er gern hier klicken 🙂

Amicitia 1

Nun gut. Ich wollte den ersten Band von Amicitia im April veröffentlichen. Daraus ist nichts geworden. Ich habe mich dann zum Selfpublishing entschieden und wurde hier auch von einer „Dienstleisterin“ im Stich gelassen.

Über beide Desaster habe ich genug gesprochen, weshalb ich es an dieser Stelle gern kurz halten möchte.

„Jahreszeitenreihe“ (Mona, Amélie, Cora, Elisa)

Geplant war es, den ersten Teil („Mona“) bei Verlagen einzureichen und die gesamte Reihe zu Ende zu schreiben und zu überarbeiten.

Ich habe es geschafft, die gesamte Reihe zu schreiben und habe bei der Überarbeitung von Teil drei gestoppt.

Leider hat die Testleserrunde des ersten Teils ergeben, was ich schon geahnt habe: Das Projekt funktioniert nicht. Also habe ich die weitere Bearbeitung der nachfolgenden Bände eingestellt und die gesamte Reihe neu geplottet. Ich fühle mich damit noch nicht so wohl, aber ich glaube, dass es für die Reihe besser ist, wenn ich ehrlich bin.

Ich weiß, dass ich mir hier viel zu viel vorgenommen habe und es ja auch im ursprünglichen Beitrag schon anklang, dass das schwierig wird. Trotzdem ärgert es mich, dass ich hier eigentlich gar nicht vom Fleck gekommen bin und nun die gesamte Reihe auf Null stelle und erneut angehen muss. Das wirft mich total zurück. Aber es ist das Beste für die Geschichte und darum geht es am Ende. Immer.

„Erfahrungsbericht“

Ich habe meine Biografie über meine Dyskalkulie mit meinen Eltern und meiner Lerntherapeutin durchgesprochen und anschließend bei Verlagen eingereicht – natürlich ist nichts passiert.

Ganz ehrlich? Ich bin sauer. Es gibt TAUSENDE Bücher über Essstörungen. Die x-te Geschichte über Coming Outs. Irgendwelche Influencer, die mit Ghostwritern über Themen schreiben, die es schon millionenfach gibt; die allesamt ihre Repräsentation haben.
Über Dyskalkulie gibt es nichts. Schaut spaßeshalber mal bei Amazon – es sind lediglich Fachbücher, die ihr da erwerben könnt, die nicht immer etwas mit den täglichen Hürden im Alltag zu tun haben.
Das Thema ist total unbekannt und überhaupt nicht in den Köpfen der Menschen. DRUCK, eine meiner liebsten Serien, hat das Thema dies Jahr als erste und einzige Jugendserie bisher aufgegriffen. Mir hätte es so sehr geholfen, wenn ich in dem Alter irgendwie die Chance gehabt hätte, mit dem Thema in Berührung zu kommen. In jeder Klasse sitzen Schüler mit Lernschwächen – jeder fünfte Schüler hat eine. Es ist SO wichtig, darüber zu sprechen. Bewusstsein zu schaffen. Gerade durch das Homeschooling in Corona-Zeiten brennt es bei diesem Thema.
Dass Verlage das nicht sehen, ärgert mich sehr. Und ja, um es auf gut Deutsch zu sagen: Es kotzt mich an, dass man bei Sachbüchern eine gewisse Reichweite in Social Media braucht, um überhaupt ernsthaft betrachtet zu werden.
Leider ist das ein Buch, was ich nicht selbst rausbringen kann und will und von daher bleibt es in der Schublade. Das macht mich sehr traurig, weil ich so gern zur Aufklärung beitragen will.

„Immohai“

Ich habe das Manuskript bei einigen Verlagen eingereicht. Einer, mein Favorit, hat sogar das gesamte Manuskript angefragt, aber sich schlussendlich, aus nachvollziehbaren Gründen, dagegen entschieden. Vorerst wird das Projekt ruhen und sollte ich nochmal Lust haben, hole ich es hervor und überarbeite es 🙂

„Akne“

Hier ist exakt gar nichts passiert.

PROJECT REDBACK

Auch zu diesem Projekt bin ich nicht gekommen.

„Tequila-Projekt“

Hier habe ich richtig Vollgas gegeben. Ich habe die gesamte erste Staffel (5 Episoden) geplottet und wollte die zweite Episode dann im NaNoWriMo 2021 schreiben. Leider musste ich den abbrechen, weil es dank der Amicitia-Katastrophe der vertragsbrüchigen „Dienstleisterin“ nicht ging. Es blutet mir ein wenig das Herz, aber so wollte ich das Projekt nicht angehen.

„New Tomorrow“

Wird erst einmal auf Eis gelegt 🙁

„Füchse“

Ich habe hier überhaupt nichts geschafft 🙁

CTL

Leider habe ich hier nichts geschafft.

WTIS

Das Projekt wird leider vorerst ruhen, was mir in der Seele wehtut, aber es soll aktuell nicht sein 🙁

Produktiv war das Jahr leider so gar nicht, was mich tierisch ärgert. Ich mache mir sehr viele Gedanken, welche Projekte ich wie in den 12 Monaten eines jeden Jahres bearbeite und gehe dabei wirklich sehr strukturiert vor. Passe alles an meine Routinen und Termine an und bisher hat das größtenteils auch gut funktioniert.

Zu sehen, wie alles in sich zusammenfällt, wenn man ganze Himalayas in den Weg geworfen bekommt, ist hart. Vor allem, wenn man nicht mehr die Kraft hat, dieses riesige Gebirge wegzuschaffen, um weiterzugehen. Zweimal innerhalb von sechs Monaten wurde mein Schreibleben komplett erschüttert. Das ist nicht ohne und das wünsche ich echt niemandem.

Ich habe sehr viel Zeit durch das ständige Grübeln, Umplanen und Wege suchen verloren, in der ich lieber geschrieben hätte. Aber so ist das Autorenleben halt leider auch: Überdenken, was man will. Ob man das Ganze überhaupt will. Mir gingen so viele Fragen durch den Kopf, die wirklich ausschließlich mit der Sinnhaftigkeit des Ganzen zu tun hatten. Ob das Schreiben es überhaupt noch (für mich) wert ist.

Das hat mich wiederum wieder Energie gekostet und mir auch sehr stark die Lust am Schreiben genommen, weil ich überhaupt nicht mehr wusste, warum ich das alles überhaupt noch tue. Dadurch blieben viele Projekte, auf die ich mich gefreut habe, unangetastet und viele andere Schreibprojekte sind nicht so weit gekommen, wie sie es hätten können.

Ich hoffe, dass es dies Jahr wieder besser / anders wird. Schauen wir mal … Ich habe viel gelernt und nehme das mit ins neue Jahr. Das ist vielleicht wichtiger als alles andere. 🙂

No worries,

Sarah