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August 2021

G’day, Mates!

Ich weiß, ich weiß. Für viele war der August eine herbe Enttäuschung, was das sommerliche Wetter angeht, weil es gefühlt überhaupt nicht so sonnig war, wie es auf meinem Beitragsbild daherkommt. Die meisten haben über die zwei, drei kühleren Tage die vielen schwülen, heißen Wochen vergessen und jammern rum, wir hätten keinen Sommer gehabt. Aber ich bin jetzt total im Herbstmodus und könnte nicht glücklicher sein. Ich habe einen weiteren Sommer überlebt, yeah!

Mein August war relativ stressig. Ich hatte viel zu viel zu tun und gefühlt zu wenig Zeit für alles. Das habe ich vor allem Mitte des Monats gemerkt, als mir alles zu viel war und ich keine Ahnung mehr hatte, wo oben und unten war. Da hilft nur eines: Augen zu, durchatmen, einen Schritt zurückgehen und versuchen, alles entspannter angehen zu lassen. Leichter gesagt, als getan. Ich musste mir natürlich den stressigsten Monat des bisherigen Jahres aussuchen, um die Website umzusiedeln (warum auch immer mein Hirn der Meinung gewesen ist, das sei eine hervorragende Idee, verstehe das wer will). Aber ich bin wahnsinnig glücklich damit, wie die Website geworden ist und auch ein bisschen stolz auf mich, weil dieses Projekt vollständig außerhalb meines Wissens und meiner Komfortzone liegt. Für einen Nicht-HTLMler fühle ich mich echt wie ein Held, denn das Ergebnis ist echt gut geworden. 🙂

Ich lerne weiterhin fleißig für den Führerschein und bin laut App bei 81%. Spaßeshalber habe ich angefangen, nach jedem Lernblock eine Prüfungssimulation zu machen. Der Grundstoff sitzt bis auf wenige Vorfahrtfragen perfekt. Aber beim Zusatzstoff (der immerhin 10 von 30 Fragen in der Prüfung ausmacht), habe ich noch immer zu viele Fehlerpunkte. Ich bleib am Ball, aber langsam wird es echt nervig, ständig zu lernen. Absolut frustrierend ist, wenn verschiedene Fragen den (gleichen) Stoff abfragen und die Antworten jedes Mal anders sind. Das macht einen fast schon aggressiv.
Frage 1: Beim Andreaskreuz muss man außerorts in 50m Entfernung anhalten.
Frage 2: Beim Andreaskreuz muss man innerorts in 5m Entfernung anhalten.
Frage 3: Beim Andreaskreuz in mindestens 10m Entfernung halten.
Mindestens zehn schließt 5m aus. Was soll das? Wie soll man sich solche bescheuerten Fragen jemals merken?

Ich habe es diesen Monat wirklich konsequent geschafft, beim Sport voll durchzuziehen. Das heißt, wirklich sechs Tage die Woche ohne Ausreden und auch alle Wiederholungen, so gut es geht. Darauf bin ich wirklich stolz, weil es in den vorherigen Monaten wirklich schwierig für mich war, meinen Hintern hochzukriegen und einfach mal zu machen. Und mittlerweile macht es auch echt wieder Spaß 🙂

Seit langem wollte ich mich um eine Sache kümmern, die mich mein halbes Leben lang schon belastet, aber immer aus fehlendem Mut und und mangelnden Optionen verschoben. Doch jetzt habe ich mir die Zeit genommen und ein erstes Beratungsgespräch vereinbart, um mich zwecks Augen lasern zu informieren. Das mag Jammern auf hohem Niveau sein, aber ich leide wahnsinnig unter meiner Brille und empfinde sie nicht nur als massiv einschränkend, sondern merke spätestens seit Australien, wie viel Lebensqualität mir dadurch verlorengeht. Leider ist meine Hornhaut für meine favorisierte Lasermethode zu dünn und die andere ist mit starken Schmerzen und anderen unangenehmen Dingen (irreversiblen Langzeitnebenwirkungen) verbunden, die mir keinen Mehrwert bieten, sondern nur ein Problem gegen das andere tauschen. Deshalb habe ich davon Abstand genommen. Kontaktlinsen sind leider keine Option für mich, weshalb ich mich nun stärker mit der implantierbaren Kontaktlinse (Evo Visian) befassen möchte und eventuell auch die Voruntersuchungen bei dem Anbieter durchführe, um zu wissen, ob das für mich in Frage kommt. Falls ihr damit Erfahrungen habt (oder jemanden kennt, der jemanden kennt, gern Bescheid geben!) Mich hat der Termin sehr runtergezogen, wenn ich ehrlich bin. Denn nun, ohne einen „way out“ war es für mich noch schwieriger, mich mit der Brille zu arrangieren und sobald ich zu Hause bin und nicht am PC bin, setze ich sie auch ab. Ich hab es so satt, dieses Ding auf der Nase zu haben 🙁

Ich hatte diesen Monat außerdem ein sehr wichtiges Gespräch, das fantastisch lief. Ich wurde in dem, was ich tue bestärkt und habe viel positives Feedback bekommen. Es gibt einige positive Aussichten fürs nächste Jahr, bei denen ich mein Glück überhaupt nicht fassen kann und das gibt eine Menge Ruhe – im Kopf und auch im Alltag.

Dieser Monat war eine absolute Katastrophe. Ich hatte eigentlich richtig Lust auf meine Bücher, aber irgendwie weder die Ruhe, noch den Kopf dafür. So habe ich nur vier Bücher beendet. Madame Moneypenny von Natascha Wegelin war leider ein absoluter Reinfall. Die Autorin verpackt das Finanzthema für mich auf höchst unglückliche Art und Weise in einem fiktiven Grillabend, der nicht nur sehr unauthentisch, sondern auch unseriös wirkt. Leider blieben die wichtigen Themen für mich noch unverständlicher als vorher. Anschließend habe ich How to stop overthinking von Chase Hill gelesen und das Buch war der Wahnsinn. Ich habe mich in vielen Dingen wiedergefunden und hoffe nun, das Thema angehen zu können. Es folgte doppeltot von Gideon Samson, was mir so überhaupt nicht gefallen hat. Das Buch weiß nicht, was für ein Genre es bedienen will und die Figuren waren so dermaßen unsympathisch, dass ich froh war, dass das Buch nicht einmal 300 Seiten hatte, sonst hätte ich es abgebrochen. Ich habe dann noch Wonderstruck von Brian Selznick gelesen. Mir gefielen andere Bücher des Autors wirklich gut und ich finde die eingearbeitete Sequential Arts-Technik sehr interessant. Aber die gezeichnete Story hat sich mir erst viel zu spät erschlossen und die geschriebene nicht interessiert, dabei hatte sie alles, was sie brauchte, um mich zu faszinieren. Die Einbindung von Gebärdensprache mit Sequential Arts war toll. Aber der Klick-Moment kam erst auf den letzten 100 Seiten. Das hat mich dann doch etwas enttäuscht.

Mein aktueller Sim soll ja alle Karrieren mit beiden Optionen, Studiengänge, Wesen und Laufbahnen durchackern – kurzum, alles, was man ausprobieren kann. Ich habe das Landlebenpack nun ausführlich erkundet und es war an der Zeit, etwas Neues abzuhaken. Also hab ich Miranda an die Uni geschickt, (Laufbahn: Akademikerin) in der Hoffnung, dass mir das Pack mehr Spaß macht. Leider hat das nicht geklappt und ich vermisse das Uni-Pack aus Sims 2 wirklich sehr. Die Uni in Sims 4 ist so stressig und bringt einfach so gar keinen Spielspaß. Zweimal die Woche Vorlesungen und Hausaufgaben. Setzt man einen Sim an alle Hausaufgaben, dauern die ungelogen den ganzen Tag. Das macht echt keinen Spaß und mir fehlt auch ein wenig die Leichtigkeit und das Studentenbudenfeeling aus Sims 2. Man hat überhaupt keine Zeit, Sozialkontakte zu knüpfen, weil man nur lernt. Ist realistisch, aber mit null Spielspaß verbunden. Miranda ist nach ihrem Abschluss in die Stadt gezogen und arbeitet nun als Restaurantkritikerin. Da ich nun auch daran arbeite, alle Sammlungen zu vervollständigen, freue ich mich riesig, dass ich alle Postkarten und Poster habe. Momentan bin ich noch an den Schneekugeln und den Gerichten aus der Welt San Myshuno dran. Es macht echt richtig Bock. Ich liebe es ja, solche Achievements freizuschalten, haha 😀

August stand im Zeichen der Liebe. Denn Ende des Monats ja mein Highlight an! Bauer sucht Frau International. Das ist echt mein absolutes Guilty Plesaure, haha. Ich fiebere sehr bei Herbert und Werner mit, obwohl Letzterer leider zwischen den Dreharbeiten und der Ausstrahlung gestorben ist. Mir fehlen bisher zwar sehr die Tiere, die man sonst aus Bauer sucht Frau kennt, da viele der Bauern eigentlich gar keine Bauern sind, aber die Sendung macht trotzdem Spaß. Eher gekünstelt und mit Luxus statt Schweinetrog sucht die Bachelorette nach ihrer besseren Hälfte, die ich wider Erwarten vom Typ her sehr angenehm finde. Leider ist mein Favorit rausgeflogen und nun bin ich echt sehr gespannt, wer das Rennen macht, weil ich das überhaupt nicht mehr einschätzen kann. Da ich etwas für zwischendurch brauchte, schaute ich den australischen Teenie-Film Back of the net. Ich hatte keinerlei Hoffnungen oder Erwartungen und er war auch fürchterlich vorhersehbar und klischeehaft, aber mir hat er wirklich gefallen. Ich mochte die Figuren (eine Schauspielerin kannte ich aus Dance Academy, das war lustig) und die Story war auch cool – Fußball spielende Mädels hat man auch nicht so oft. Mir fiel dann noch auf, dass es den Film Marriage Story mit Scarlett Johansson gab, also habe ich ihn mir angesehen, weil ich Einiges über die Dreharbeiten erfahren habe. Obwohl der Film gut gemacht war, war das nicht mein Fall. Da ich keine Ahnung habe, was ich gucken soll, fing ich (mal wieder) mit Gilmore Girls an.

Ansonsten habe ich keine Serien oder Filme gesehen. Netflix geht mir momentan mit dem Einstampfen der Serien tierisch auf den Geist und nachdem ich momentan nur abbreche, statt auch mal was zu gucken, habe ich diesen Streamingdienst vorerst aufgegeben. Ich kann meine Zeit sinnvoller verwenden, als mich über das schlechte Serienangebot zu ärgern.

Als ich beim Zahnarzt saß (bei 34 Grad und angeschaltetem elektrischen Kamin) lief dieses Lied und es hat mir sofort gefallen. Ich bin jetzt aber direkt in meine Herbstplaylist gerutscht und könnte nicht glücklicher sein.

„Bei welchem Format macht Narumol mit?“
„Uff. Keine Ahnung, wie das heißt. Irgendwas am Strand.“
„Das sollte RTL mal als Formatnamen übernehmen. Dann spart man es sich, sich ständig neue Namen zu merken.“

Vor dem September habe ich riesigen Respekt. Die Arbeit wird intensiv und das Lektorat von Amicitia startet. Ich bin wahnsinnig aufgeregt, wie das wird. Es kann definitiv nur besser werden als es im letzten Jahr war, aber trotzdem 😀 Also gibt es hier an allen Fronten Vollgas. Ich kann leider nicht so wirklich planen, weil ich nicht weiß, wann die ersten Dateien zurückkommen, das macht mich ein wenig nervös. Ich mag Unvorhergesehenes nicht 😀 Ansonsten stehen einige andere Termine an, bei denen ich mir noch unsicher bin, wie die ablaufen werden, also drückt gern die Daumen für mich! 🙂 Ende des Monats habe ich ein paar Tage richtig echten von der Arbeit genehmigten Urlaub (das erste Mal in meinem Leben, das ist so irre!) und darauf freue ich mich riesig. Ich sag nur: Freunde aus Australien wiedersehen. Land. Und KÜHE! Aber bis dahin: durchziehen und das Beste draus machen 🙂

Ich hoffe, ihr hattet einen guten August und einen hoffentlich (noch) besseren September!


No worries,

Sarah