Grow

Juli 2021

G’day, Mates!


Der Juli mit seiner Tropenhitze und den starken Gewittern ist vorüber und wir nähern uns in großen Schritten dem Ende des Sommers. Ich bin erleichtert, dass es bald vorüber ist und fiebere dem Herbst entgegen wie ein kleines Kind dem Weihnachtsfest. Zwar heißt es dann auch leider, dass die Tage wieder kürzer und dunkler werden, aber wenigstens ist es dann nicht mehr so irrsinnig heiß und schwül.

Diesen Monat war es sehr turbulent. Meine Familie war zu Besuch, die ich ein Jahr lang wegen Corona nicht sehen konnte und es war toll, sich mal nicht nur auf dem Bildschirm und über Telefon zu erwischen, sondern „in Echt“ – zum Anfassen und zur Face-to-Face-Kommunikation.

Wir haben gemeinsam sehr viel unternommen und so waren wir einen Tag im Barfußpark, von dem ich bisher nie etwas gehört habe. Man läuft auf verschiedenen Wegen durch den Wald und hat in regelmäßigen Abständen kleinere Stationen zum Mitmachen – mal läuft man auf einem anderen Untergrund, dann kann man Balancieren oder lernt etwas über den Wald. Die Füße haben sich danach noch einige Tage sehr erholt angefühlt und ich fand es toll, aus der Stadt raus zu sein und den Wald in mir aufzunehmen. Den Geruch, die Geräusche und ihn auch mit meinen Füßen haptisch zu erkunden. Das hat mir echt eine Menge Freude gemacht.

Außerdem waren wir auch im Tierpark Germendorf, von dem ich leider nicht ganz so begeistert war. Man zahlt Eintritt und für jede einzelne Attraktion ebenfalls. Regenponchos haben für die jeweiligen Farben verschiedene Preise und sowas finde ich sehr unsympathisch. Die Gehege waren mir für die Anzahl der Tiere auch teilweise etwas zu klein und erinnerten mich sehr an den Zoo in Adelaide. Dennoch ist der Park sehr liebevoll gestaltet und ich fand toll, dass man direkt am Eingang die freilaufenden Rehe streicheln und füttern konnte. Leider war der Streichelzoo wegen Corona geschlossen, aber die Ziegen hat man auch so ganz gut gerochen 😀 Bei dem Geruch musste ich sofort an die letzte Farm in Australien denken.

Meine Physiotherapie für meinen Kiefer hat begonnen und ich kann euch sagen: Nach anderthalb Jahren Abstand halten war es doppelt merkwürdig, dass mir der Physiotherapeut mit seinen Fingern im Mund herumfuhrwerkte und dort Verspannungen löste. Bisher dachte ich nicht, dass es möglich ist, aber meine Schmerzen und das Lispeln danach beweisen es 😀

Mit der Fahrschule geht es auch vorwärts. Ich habe beim gesamten Grundstoff (was etwas mehr als 500 der 1137 Fragen ausmacht) nur 18, die ich mir einfach so überhaupt nicht merken kann. Das ist doch ein ganz guter Schnitt. Leider sind das alles Fragen mit 4 oder mehr Fehlerpunkten, was mir in der Prüfung zum Verhängnis werden könnte. Aber ich bin am Ball und werde mir jetzt eine neue Lernstrategie überlegen müssen, damit ich den „alten“ und dann auch den neuen Stoff lernen kann.

Und ich erlebte ich dann noch etwas: Ich war im Kino! Das war total krass. Zuerst musste ich zum Coronatest und fand es recht witzig zu sehen, wie viele Leute dann mit Abstand vor dem Kino herumlungerten und auf ihr Ergebnis warteten. Nach Einlass war der Geruch von Popcorn das Erste, was ich wahrnahm. Wie sehr ich das vermisst habe. Im Kino selbst hatte keiner außer mir die Maske auf, weil alle ausnahmslos irgendwas snackten. Ich war überrascht, wie anstrengend ich das Filme schauen für die Augen fand (was auch an 3D liegen kann) und wie laut mir der Ton vorkam. Damit habe ich sonst nie Probleme und gehe auch nicht mehrmals im Monat ins Kino. Aber es war schön, wieder ein Stückchen Normalität zurückzuhaben.

Mein Monat begann mit dem Sachbuch Psychologie des Gelingens. Anfangs konnte es mich total überzeugen, weil ich diese „manifestiere, was du willst und du wirst es bekommen“-Mentalität konsequent ablehne und das Buch es auch tut. Aber dann verlor es sich in ellenlangen Wiederholungen und ich habe es irgendwann nur noch überflogen. Der Geschmack von Sommerregen von Julie Leuze war ein absolutes Jahreshighlight für mich. Die Geschichte hat mir total gut gefallen, der Schreibstil war sehr empathisch und das Beste? Die Protagonistin hat Synästhesie und ihr Love Interest ist hochsensibel. Das hat mich sehr berührt, da diese Themen in Jugendbüchern kaum / gar nicht vorkommen. Die Farbe von Verrat von A. L. Kahnau fand ich gut, weil ein wichtiges Thema angesprochen wird und ich bewundere die Autorin für ihren Mut, sich dem zu stellen. Deine letzte Nachricht. Für immer war ein sehr berührendes Buch über letzte Nachrichten, die einem gesagt oder geschrieben werden. Hier waren oft traurige und berührende Geschichten der Hintergrund. Am Ende des Regenwaldes ist ein kleines (wenn auch in einem sehr merkwürdigen Format) Büchlein, das leider so wirr geschrieben war, dass ich damit überhaupt nichts anfangen konnte. Alles, was ich weiß über die Liebe war für mich sehr durchwachsen. Malberührte es mich, weil es so schonungslos ehrlich war und ich mit dem 90er-Vibe total mitgehen konnte, aber dann war es stellenweise sehr eintönig und fast langweilig.

Diesen Monat nicht viel, da ich kaum Zeit am PC verbracht habe. Ende des Monats kam das Sims 4 Landhaus Leben-Pack raus und ich habe es mir dieses Mal sofort zum vollen Preis gekauft. Nachdem ich einen gesamten Samstag gesuchtet habe, muss ich sagen: Es ist das beste Pack für mich, das bisher rausgekommen ist. Meine Erwartungen waren hoch und ich befürchtete schon, bitter enttäuscht zu werden, weil das bei Sims 4 leider Standard ist. Das ist aber bisher nur bei der Option der Fall, dass man Kühe (und Lamas) nicht züchten und gemeinsam halten kann. Aber mir gefällt die neue Nachbarschaft, die Gameplay-Elemente, die wahnsinnig viel Spaß machen und auch sehr langlebig scheinen und die neuen Objekte. Ich habe so viel Freude, meine Tiere täglich zu pflegen und die neuen Rezepte herauszufinden. Ich bin echt gespannt, was ich alles noch entdecken und erkunden kann und freue mich wirklich auf die kommenden Spielstunden. Allein eine Kuh in Sims zu haben, ist mein absolutes Highlight. Sie springt vor Freude, wenn ich sie knuddle, mehr muss ich wohl nicht sagen 😀

Anfang des Monats kam die letzte Staffel von Atypical raus. Die Serie hat ein paar gute Momente, aber unterm Schnitt waren mir alle Figuren maximal unsympathisch. Da es aber nur 10 Folgen mit jeweils 30min sind, wollte ich die Serie zu Ende schauen. Ich habe aber schnell abgebrochen, weil ich Vieles an der Serie sehr erzwungen finde, wie zB das plötzliche Gendern, das vorher nie der Fall war. Mich zog es dann in eine alte Serie zurück, für die ich eigentlich viel zu alt bin: Dance Academy. Noch immer finde ich die Protagonistin höchst naiv und dadurch oft anstrengend, aber die Aufnahmen von Sydney haben mir gut getan. Die Ballettszenen sind so toll, hach. Super inspirierend! Ende des Monats habe ich dann mein Prinzip gebrochen und eine Serie begonnen, obwohl sie nur eine Staffel hat und niemals fortgesetzt wird: Northern Rescue. Ein Mix aus Everwood, Gilmore Girls und Wir kaufen einen Zoo. Ich habe mich in die Charaktere, die Atmosphäre und auch die Handlung verliebt. Was für eine wunderschöne, herzerwärmende Serie. Schade, dass da nichts weiter kommen wird, denn natürlich endet alles mit einem Cliffhanger.Im Kino habe ich mir als großer Marvel-Fan natürlich Black Widow angesehen. Neben Black Panther (ich sehe ein Muster) und Captain America ist sie mein liebster Avenger. Ich habe seit dem ersten Avengers-Film auf einen eigenständigen Teil von ihr gehofft und wurde bitter enttäuscht. Die Actionszenen waren schon gut, reichen aber nicht an die anderen MCU-Filme ran. Ich habe kein einziges Mal gelacht, weil die Witze allesamt nur zum Augenverdrehen waren. Die Handlung war langweilig und ich habe mich mehrmals ertappt, wie ich zur Uhr schaute. Der Film fühlte sich wie eine Pflichterfüllung an, für die man sich keine Mühe gegeben hat. Das macht mich sehr traurig. Vor allem fehlte beim Rausgehen das typische Kick ass-Marvel-Gefühl.

Mein Jam für diesen Monat war Let You Go von Conditional (Daxten Remix). Nachdem das Lied in einem Sims Let’s Play lief, hatte ich einen nicht endenden Ohrwurm davon. Ich sag’s ja: Das Hostelleben hat meinen Musikgeschmack total zerstört 😀

Conditional feat. Daxten - Let You Go (Daxten Remix)

„Ich habe Schmerzen in meinem Ohr, wenn du singst.“

Im August steht das Schreiben wieder an höchster Stelle, nachdem ich im Juli pausiert habe. Ich freue mich wahnsinnig auf meine Projekte und das macht mich wirklich glücklich, weil ich dieses Gefühl fast drei Jahre nicht mehr hatte und es mir wirklich gefehlt hat. Ansonsten gilt es weiter die Hitze zu überleben und sich auf den Herbst zu freuen, wohoo!

Ich hoffe, ihr hattet einen guten Juli und einen hoffentlich (noch) besseren August!


No worries,

Sarah