Travel

Wieso du kein Work and Travel in Australien machen solltest

Ich liebe Australien und ich bin dankbar dafür, dass ich ein Jahr in diesem Land verbringen konnte. Wenn ich könnte, würde ich sofort auswandern – trotzdem und immer noch.

Trotzdem rate ich dringend davon ab, dort ein Work and Travel-Jahr zu verbringen. Warum dieser Gegensatz besteht, erfährst du in diesem Post.

Ich habe mich knapp zehn Jahre mit dem Thema Work and Travel auseinandergesetzt. Organisationen verglichen, Infoveranstaltungen besucht, im Internet recherchiert und Gespräche mit Rückkehrern geführt, Bücher und Erfahrungsberichte verschlungen und Entwicklungen über Gesetzesänderungen akribisch im Auge behalten.

„Wenn du gewillt bist, anzupacken, wirst du überall problemlos Arbeit finden.
Deutsche haben es sowieso leichter, da wir für unsere Zuverlässigkeit bekannt sind.“

So lautete überall die allgemeingültige Aussage, mit deren Prämisse ich nach Australien reiste.
Leider stimmt das nicht ganz. Und diese Erfahrung bringt mich auch dazu, jedem von Work and Travel in Australien abzuraten.


Der Hauptgrund ist: Das Land ist vollkommen überlaufen von Backpackern. Australien macht es einem ziemlich leicht, das Visum zu bekommen, wenn man über die nötigen finanziellen Mittel verfügt und ein gewisses Alter nicht überschritten hat. Passen diese Parameter (und einige Fakten im offiziellen Antragsbogen), gibt es keinen Grund, wieso man das Work and Holiday Visum nicht bekommen sollte. Demnach gibt es viele Backpacker.
Sehr. Viele. Backpacker.


Australien ist, wenn nicht gerade eine weltweite Pandemie herrscht, nicht zwingend darauf angewiesen, sich um diese Backpacker zu kümmern. Das Land ist für Work and Travel längst kein Geheimtipp mehr, sondern für viele Schulabgänger Standard, was wiederum zeigt, wie viel Zufluss es jährlich an Reisenden gibt, die allesamt Jobs suchen. Wenn sich ein paar Hundert wegen irgendwelcher Gründe dagegen entscheiden, nach Australien zu reisen, ist das nicht wirklich schlimm, denn es kommen genug nach. Man muss sich nicht bemühen. Und das merkt man leider.
Das generelle Problem ist, dass Backpacker einen sehr unsteten Lebensstil haben, was in der Natur der Sache begründet liegt. Mal sind sie drei Wochen hier, dann wieder einen Monat dort und anschließend fünf Wochen woanders. Arbeitet man in einem Geschäft oder Büro, bedeutet es, dass man diese neuen Mitarbeiter mühsam einarbeiten muss, weswegen es in diesen Branchen grundsätzlich schwierig ist, an Jobs zu kommen, einfach nur aufgrund des Einreisestatus‘.

Ich habe während meiner drei Monate in Adelaide jedes einzelne Geschäft der Rundle Mall abgeklappert und verzweifelt nach Jobs gefragt, weil ich Geld brauchte, um mir die weitere Reise zu finanzieren. Die Antwort lautete bei allen nein. Ein Buchladen erklärte mir sogar, dass sie lieber australische Studierende nehmen, weil die kontinuierlich vor Ort sind (ergo verlässlich) und für mehrere Monate bleiben. Da fragte ich ihn, was es für einen Unterschied macht, ob ein Student oder ein Backpacker drei Monate im Laden arbeitet. Darauf erhielt ich keine Antwort – denn die liegt leider klar auf der Hand.


Im Hostel habe ich viele Gespräche über das Thema geführt und mir unterschiedliche Meinungen angehört. In einem waren wir uns aber alle einig: Backpacker sind in Australien unerwünscht und werden ausgebeutet ohne Ende. Es war sogar die Rede von moderner Sklaverei. Sie dienen eigentlich nur dazu, die Drecksarbeit zu machen, die kein Australier freiwillig tun würde. Gleichzeitig sorgen die Backpacker durch ihre Unzuverlässigkeit oder nicht eingehaltenen Verträge auch dafür, dass ihr Ruf nicht allzu positiv ist – kann man sogar nachvollziehen und vielleicht ist das der Kern der Ablehnung des Buchladens – Studierende sind verlässlich(er), weil die erstmal einige Jahre an diesen Ort gebunden sind. Als Backpacker ist man niemandem wirklich Rechenschaft schuldig, höchstens dem eigenen Gewissen.


Kommen wir aber zum eigentlich (und für mich) schlimmen Problem:

Australien beutet Backpacker aus.

Wie gesagt, es ist grundsätzlich so, dass Backpacker für Arbeiten eingesetzt werden, die kein Australier freiwillig tun würde.


Wo arbeiten Backpacker hauptsächlich?
Auf Feldern und machen Fruitpicking oder Farmwork.


Das sind knallharte Jobs, in die man sich als Büroangestellter nur schwer hineinversetzen kann. Arbeitstage dauern locker 10-12 Stunden, auf dem Bau arbeitet man grundsätzlich von fünf Uhr morgens bis abends um fünf. Man ist die ganze Zeit draußen, auch etwas, was viele von uns nicht kennen werden. Und das in der brutalen Sonne direkt unter dem Ozonloch. Man arbeitet da, wo die vielen giftigen und ekligen Tiere unterwegs sind und muss sehr vorsichtig sein (was einem aber mit gesundem Menschenverstand gelingen sollte). Und dann ist da der körperliche Aspekt der Farmarbeit, denn es ist, als würde man 10 Stunden täglich Fitness machen. Auch etwas, das ich weder aus Uni, meiner Arbeit als Dozentin oder generell dem Stadtleben kenne.


Mir hat es Spaß gemacht, aber es ist etwas, was man mögen muss, um es für die Dauer des Arbeitsverhältnisses durchstehen zu können – und man muss bereit sein, das für wenig Geld zu tun.


Backpacker in Australien sind nichts anderes als die rumänischen Spargelstecher, die in Deutschland für einen Hungerlohn arbeiten. Hier setzt man sich dafür ein, die Bedingu

ngen zu verbessern – in Australien muss man dankbar dafür sein, so einen Job überhaupt zu bekommen.
Ist man bereit, für 2 Dollar die Stunde 12 Stunden unter brennender Sonne auf dem Feld zu stehen und Obst zu ernten, findet man überall Arbeit und das absolut problemlos. Ist man bereit, von diesem Hungerlohn noch Miete und Verpflegung abzudrücken, sodass man am Ende eigentlich ohne Schulden, aber auch ohne Gewinn rausgeht, findet man überall Arbeit. Und wenn man dann noch bereit ist, im absoluten Nirgendwo ohne Kontakt zur Außenwelt und der Familie in Deutschland mehrere Monate auf dem Feld zu stehen, auf dem man von seinem Boss angeschrien wird, dann findet man ebenfalls problemlos Arbeit.


Ich möchte es an dieser Stelle noch einmal betonen: Der Status des Work and Travel-Visums erwartet regelrecht von dir, dass du diese Jobs machst und dafür dankbar bist. Eben, weil es so unfassbar schwierig ist, in einem „9 to 5“-Job im klimatisierten Büro unterzukommen.


Leider locken viele Arbeitsangebote mit diesen absolut unzumutbaren Bedingungen, indem sie das 2nd year Visum versprechen, mit dem man für ein weiteres Jahr Work and Travel machen kann. Das bedeutet, dass man drei Monate Fruitpicking oder Farmwork macht und dann das Visum erhält. Was das angeht, schalten viele Backpacker auf Durchzug, weil sie ihre drei Monate absitzen, um das Visum zu bekommen und danach von dem Geld und mit der neu erkauften, bzw. erarbeiteten Zeit reisen. Ich kann es verstehen und hätte dieses Visum selbst gern gehabt. Aber: kommt irgendetwas dazwischen und man hat die Monate dort gelitten und geschuftet und der Boss gibt einem nicht die benötigten Lohnnachweise, hat man drei Monate einer einzigartigen Chance verloren. Das passiert leider öfter als man denkt.


Ganz abgesehen davon bin ich der Meinung, dass man auch in dieser Zeit Menschenwürde und faire Löhne bieten muss – auch für das Fußvolk, den Backpackern.

Da ich denke, dass viele Außenstehende die Jobsuche in Australien massiv unterschätzen, möchte ich euch kurz erklären, wie sie in Australien für Farmarbeit oder speziell 2nd year-Jobs abläuft: Ihr seid aktuell in Sydney und seht einen Job in Perth, (laut Google Maps dauert die Strecke dorthin mit dem Auto 42 Stunden). Das heißt, ihr ruft dort an, klärt alle wichtigen Fragen und erhaltet grünes Licht für den Job. Ihr bucht den Flug, fliegt ins absolute Ungewisse. Ihr kennt weder euren Boss, noch eure Unterbringung oder die Bedingungen – habt ihr für den Notfall überhaupt Handy- und Internetempfang? Dort angekommen werdet ihr von einer unbekannten Person aus dem Internet abgeholt, vor der uns unsere Eltern vor einigen Jahren noch warnten und geht mit dieser Person zu ihr Zuhause, was ganz unterschiedlich aussehen kann. Oder ihr erfahrt bei der Ankunft, dass der Job längst vergeben ist, weil eure Anreise zu lang dauerte. Und dann seid ihr da. Und müsst das akzeptieren, was ihr vor euch habt – oder gehen und weitersuchen.
Letztes Jahr gab es einen Einreisestopp wegen Corona. Viele Backpacker im Land wurden ausgewiesen und mussten ihr Jahr vorzeitig abbrechen oder verließen aufgrund der unsicheren Situation auf eigenen Wunsch das Land.Auf den Feldern ist das Obst und Gemüse regelrecht verfault, weil es nicht genug Fruitpicker gab, die bereit waren, bei der Ernte zu helfen.Und warum?Weil die Australier sich geweigert haben, diese Arbeit zu verrichten.


Man verlässt sich darauf, dass wir Backpacker die Arbeit machen und dass wir aus diesem Grund eigentlich auch da sind. Jaulen dürfen wir nicht, schließlich gibt’s als Geschenk das 2nd year. Win-win-Situation für alle Beteiligten.
Falls ihr mir das nicht glaubt, weil Australien ein sehr zivilisiertes und sicheres Land ist, möchte ich euch gern einige Argumente nennen, bzw. Geschichten erzählen, um euch zu verdeutlichen, wie ernst die Lage meiner Meinung nach ist:
Vielfach ist es sogar so, dass Farmer nur Bewerbungen von asiatischen Personen wollen, da sie für ihre schnelle und präzise Arbeit bekannt sind. Ich habe einige Ablehnungen erhalten, nur aufgrund dessen, dass ich nicht asiatisch bin. Das ist rassistisch.


Freunde aus meinem Hostel erhielten das Angebot, auf einer Kürbisfarm zu arbeiten. Sie wollten ein bisschen Geld scheffeln, um die Reisekasse aufzustocken. Sie fuhren an einem Tag los und kehrten direkt am Tag danach zurück. Der Farmer wollte sie nur bar bezahlen, um den Eintrag für die Steuern und damit auch das Geld zu sparen. Dass die Backpacker diejenigen sind, die dadurch schnell in Probleme kommen können, war ihm herzlichst egal. Der Stücklohn (Lohn für die geerntete Menge) hätte nicht einmal die Miete der Wohnung gedeckt und einen Platz hatte er auch gerade nicht frei. Sich mitten im Nirgendwo um eine Bleibe zu kümmern, wenn man kaum Handyempfang und Internet hat, ist ein Ding der Unmöglichkeit. Die beiden mussten im Auto schlafen und haben bei -2 Grad nachts nicht einmal Decken bekommen. Und nun stellt euch mal vor, ihr seid als alleinreisende Frau in so einer Situation und habt eventuell kein Auto. Wird euch bei dem Gedanken auch schlecht? Gut. Dann wisst ihr, was gerade für weibliche Backpackerinnen Alltag ist.


Als ich von der Horrorfarm kam, rief ich beim Government an und erzählte ihnen die Geschichte. Mein Argument: Wenn diese Person befugt ist, mir die Lohnnachweise auszustellen, die ich brauche, um ein zweites Visum zu beantragen (sie werden von den Ämtern genaustens geprüft), wieso prüft keiner die jeweiligen Betriebe, von denen ich diese Payslips erhalte? Weiß das Government eigentlich, wer da munter fröhlich solche Nachweise ausstellt? Wissen sie, zu welchen Bedingungen man da arbeitet? Dass die Situation bei mir auch ganz gewaltig hätte ins Augen gehen können und es bei manchen Backpackern auch tut?Sie haben kommentarlos aufgelegt. Unnötig zu erwähnen, dass ich mein Geld für zwei Arbeitstage nie gesehen habe. Wir sprechen hier von knapp 300€.


Ein sehr guter Freund aus meiner Zeit im Tequila Sunrise Hostel hat das erste Jahr praktisch auf dem Bau durchgearbeitet, um sich das zweite Visum und Geld zu verdienen. Direkt danach schloss er das zweite Visum an und arbeitete weiter, um sich das dritte Work and Holiday-Visum zu verdienen. Dann kam Corona. Er konnte nicht auf den Bau und musste schlussendlich das Land verlassen, da Australien die Pandemie sehr strikt gehandhabt hat. Der Boss gab ihm die nötigen Lohnnachweise für das dritte Visum nicht, „weil er einfach gegangen sei“. Die Sache ging vor Gericht und das finde ich richtig. Ich bewundere den Mut meines Freundes, diesen Schritt zu gehen und kann das nur befürworten! Wir Backpacker sollen und dürfen uns nicht alles gefallen lassen. Er hat nun den fehlenden Lohn ausgezahlt bekommen – mehr als 10.000 Dollar. Stellt euch mal vor, ihr werdet um rund 7000€ gebracht.


Ein weiterer guter Freund bewarb sich auf einer Orangenfarm und wurde bis in die späte Nacht hinein von dem Farmer angerufen und Dinge gefragt, die absolut nichts mit Farmarbeit zu tun haben. Oder wieso sollte es relevant sein, ob er Chlamydien habe, wenn er Orangen erntet?


Ich habe mich auf einer Blaubeerfarm beworben und ein Mann hat mir die ganze Nacht über Mails geschrieben, die irgendwann darin endeten, dass er ein Foto von mir wollte, um final zu entscheiden, ob ich den Job bekomme. Unnötig zu sagen, dass ich darauf nicht reagiert habe.


Ein anderer Freund aus dem Hostel, ein absoluter Haudegen, der mit dem Fahrrad durch Australien reiste und wirklich verdammt hart im Nehmen ist, kam nach drei Tagen von der Farm zurück, wo er sein 2nd year-Visum erarbeiten wollte. Er wohnte in einem baufälligen Schuppen ohne Wasser und Strom – und das im Winter bei 11 Grad.


Geschichten wie diese sind kein Einzelfall, sondern die Regel. Ich könnte noch hunderte erzählen.


Ich habe teilweise Jobangebote gesehen, bei denen ich pro geerntete Schachtel an Obst 15 Cent bekommen hätte. In dem Artikel, den ich unten verlinkt habe, hat eine Backpackerin 3 Dollar die Stunde verdient. Das sind umgerechnet nicht mal 2€!


Hand aufs Herz: Wer von euch würde hier in Deutschland für 2€ auf dem Feld stehen und Erdbeeren ernten?Und wieso sollte man das dann in Australien tun? Nur weil man Backpacker ist?


Das stellt weder den gesetzlich vorgeschriebenen Mindestlohn dar, noch ist das fair bezahlte Arbeit für den körperlichen Einsatz in einem Land wie Australien mit entsprechenden Temperaturen – dem Government ist das scheißpupsegal.


Ich war und bin nicht bereit, unter dem gesetzlich vorgeschriebenen Mindestlohn zu arbeiten. Selbst meine Organisation hat mir Jobs weitergeleitet, die diese Voraussetzungen nicht erfüllten, was ich unverschämt finde. Damit unterstützen sie die Ausbeute von Backpackern. Und die Aussage „ja, dann wird es schwierig, Arbeit zu finden“, finde ich nicht haltbar.


Sehr viel Schindluder wird auch damit betrieben, dass Unterkunft und Verpflegung vom Lohn direkt abgezogen werden. So viel schlafen, essen und duschen kann kein Mensch, dass dafür fast zwei Drittel des Lohns draufgehen, wenn man von einem 24 Stunden Tag 12 Stunden arbeitet und den Raum gar nicht benutzt, der pro Woche 200 Dollar (~170€) kostet. Das sind allein im Monat 680€, dafür, dass man im Nirgendwo ein Zimmer hat, das man kaum betritt.
Ich bin mit meiner Einstellung oft in Konflikte mit anderen Backpackern geraten.

„Du bist Backpacker. Du kannst nicht erwarten,
hier einen Highclass-Premium- Job zu bekommen wie zu Hause.“

Es geht mir nicht um einen „Highclass-Premium-Job“! Mir geht es um fairen, legalen Lohn. Und das ist nicht zu viel verlangt. Das ist das, was ich erwarten kann und darf, wenn ich fast 310€ für ein Visum bezahle, das mir legale und faire Arbeit ermöglichen sollte.

Es macht mich wütend, dass Australier sich zu fein für diese Arbeit sind und alles auf die Backpacker schieben und Dankbarkeit von ihnen dafür erwartet. Was man selbst nicht bereit ist zu tun, sollte man von anderen nicht erwarten und dies als Bedingung ansehen. Es macht mich wütend, dass unter den Backpackern Konkurrenzdenken und Missgunst herrschen, weil es zu wenig gute Jobs gibt. Und es macht mich wütend, dass sogar bezahlte Organisationen mitmischen und diese Problematik weiter fördern und damit auch fordern.


Ich hätte nie gedacht, dass meine Jobsuche an diesem Fakt scheitern würde. An der Abgelegenheit von Farmen, ja. Dem Fakt, dass ich keinen Führerschein habe, auch. Vielleicht auch an der Arbeit an sich, weil Farmarbeit wirklich hart ist und es sehr auf die Umgebung und Bedingungen ankommt.


Aber nicht an dem Fakt, dass es wahnsinnig schwierig ist, legal bezahlte Arbeit zu finden, deren Bedingungen akzeptabel sind. Nicht daran, dass man in „Stadtjobs“ wie Büros oder Geschäften nicht unterkommt, einfach nur, weil ich Backpacker bin. Ich hätte nicht mal im Supermarkt an der Kasse stehen können, weil das Jobs für „Australien citizens only“ sind. Und ich habe auch nicht damit gerechnet, dass Backpacker so wahnsinnig unbeliebt und unangesehen sind. Viele Backpacker sprechen in Hostels auch über „Backpacker Rassismus“, was ich etwas krass ausgedrückt finde, aber im Kern die Wahrheit leider trifft.


Wie gesagt: Ich bereue dieses Jahr nicht und würde jederzeit sofort wieder nach Australien reisen. Gäbe es für mich die Option auszuwandern, würde ich jetzt sofort meine Sachen packen, dann hätte ich auch ein anderes Visum und demnach nicht diesen Stempel auf der Stirn.


Man kann mit dem W&T-Visum Arbeit in Australien finden, wenn man bereit ist, sich vollkommen ausbeuten zu lassen. Nur zu, tut euch keinen Zwang an. Ihr könnt ja beim Erdbeeren pflücken oder Spargelstechen schon mal üben. Will man aber für einen fairen Lohn und legale Bezahlung arbeiten, ist es praktisch unmöglich, einen Job zu finden.
Reist nach Australien. Bitte und unbedingt! Schaut euch dieses wundervolle Land in all seiner Schönheit an. Genießt es. Nehmt diese tollen Erfahrungen für immer mit und tragt sie im Herzen.
Aber tut euch Work and Travel nicht an. Das hat niemand nötig.


No worries,

Sarah

Weiterführende Links:
„There are no human rights here“
„Something was off“
Hassliebe der Farmarbeit
1500 Australians registered for farm work – not one got the job
3$ per hour
„No one wants to do this sort of work“