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März 2021

G’day, Mates!


Nachdem die Website fast den gesamten März über offline war und ich sie ein wenig umgestaltet habe, geht es nun mit dem Monatsrückblick weiter.

Hatte ich im Februar noch beklagt, wie wenig es aktuell zu Corona und im Lockdown in dieser Kategorie zu berichten gibt, war dieser Monat sehr ereignisreich. Zumindest im Verhältnis gesehen.

Der März begann direkt mit dem großen Umstyling, auf das wohl manche leider noch immer warten müssen. Da ich einen sehr guten Draht zu meiner Friseuse habe, legte sie uns direkt auf den ersten Tag, an dem man wieder arbeiten durfte, und es war toll, sie endlich mal wieder zu sehen – von der Farbe auf dem Kopf ganz zu schweigen. Mein Ansatz war nicht mal mehr als solcher zu erkennen.

Ich habe eine große private Änderung gemeistert und bin damit zufriedener, als ich es jemals zu hoffen gewagt habe. Wirklich. Es macht mich einfach nur wahnsinnig glücklich und hat mir diesen Monat sehr, sehr viel Kraft gegeben. Auch gefordert, aber das in einem sehr angenehmen Maße – endlich mal wieder. Ich könnte nicht glücklicher sein und frage mich manchmal, womit ich das verdient habe

.Joar. Und dann habe ich etwas gemacht, womit ich seit Jahren extrem hadere und wovon ich mir absolut nicht vorstellen kann, dass das klappt, bzw. sehe ich mich nicht in dieser Position: Ich habe mich in der Fahrschule angemeldet. Nach meinen Erfahrungen in Australien halte ich es doch für sinnvoll, den Führerschein zu haben, egal, wann und ob man ihn braucht. Und da ich sowieso anstrebe, ländlich zu wohnen, ist das sicherlich hilfreich, bzw. notwendig, Auto fahren zu können. Ohne Auto gibt’s keine Kuh. Alles gestaltet sich mit Corona sehr schwierig, aber die erste Theoriestunde hatte ich schon (auch wenn sie mich ein wenig entmutigt hat) und auch den 1. Hilfe-Kurs habe ich absolviert, man kämpft ja aktuell doch sehr gegen die Zeit und gegen die steigenden Zahlen.

Ehrlich gesagt war der Kurs die Hölle. Ich hatte von Anfang an keine Lust darauf, weil diese Art von Kursen für mich eher Schauspielkurse sind. Man hatte uns um 9 bestellt, da bis um 10 Sehtest und Passbilder gemacht werden sollten. Das wurde dann aber auf die Pause gelegt, sodass ich schön zu Corona-Zeiten eine Stunde sinnlos im Raum hockte – natürlich mit Maske. Partnerübungen gingen bei Stabiler Seitenlage nicht, beim Wundverband anlegen war das plötzlich egal. Dass alle 45min 15min Pausen gemacht wurden, hat mich zusätzlich wahnsinnig gemacht. Als wir dann bei der Herzdruckmassage und Mund-zu-Mund-Beatmung die Maske abnehmen sollten und die Puppen im Abstand von nicht mal 20cm zueinander lagen, wurde ich etwas wütend. Da sitzt man 8 Stunden im Kurs, weigert sich wegen Corona, die Maske abzunehmen und fünf Mal an der Puppe rumzulecken und dann wird einem der Schein verweigert? Fand ich nicht in Ordnung. Ich habe in der Woche drauf natürlich einen Corona-Test gemacht und der war negativ. Sonst hätte ich dem Verein auch was gehustet – wortwörtlich.

Aber gut … Ich hab den Schein, Termin beim Bürgeramt steht auch schon für Mai. Jetzt muss ich nur noch hoffen, dass die Theorietermine stattfinden, bevor der nächste / immer noch Lockdown beginnt / weitergeht. Es nervt langsam sehr.

Mein Lesemonat war wirklich mau und das macht mich sehr traurig. Aber es war so viel los, dass ich mich nicht wirklich Mein Lesemonat war im Vergleich zum Februar super. Ich habe wahnsinnig viel gelesen und einige sehr gute Bücher waren auch dabei. Begonnen habe ich mit Außergewöhnlich normal – ein Buch über Hochsensibilität und Hochbegabung. Leider war letzteres Thema präsenter, aber dennoch steckten einige neue Erkenntnisse für mich darin. Weiter ging es mit Die90er – Wisst ihr noch? was eine fantastische Zeitreise in mein liebstes Jahrzehnt war. My dark Vanessa hat mir trotz der Lobeshymnen und medialen Präsenz überhaupt nicht gefallen, ich fand es mutig, sich dem Thema zu widmen, aber insgesamt fand ich es aufgrund der Art und Weise, wie es geschrieben war, doch sehr abstoßend. Das große Buch der Hühnerhaltung habe ich zwischendurch gelesen, da ich davon träume, ein paar Hühner zu halten – irgendwann. Das Buch war informativ, hätte aber gern etwas mehr in die Tiefe gehen können. 20 Master Plots habe ich gelesen, um die Lust aufs Schreiben ein wenig wecken zu können, leider war das Buch total wirr und kaum informativ. Leider auch mit zu vielen Beispielen überladen, die ich irgendwann übersprungen habe, weil sie keinen Mehrwert boten. The Wizard of Oz hat mir hingegen richtig gut gefallen und mittlerweile verstehe ich, wieso so viele diesem Hype erlegen sind. Den Abschluss bildete Der Wal und das Ende der Welt, ein Buch, das ich empfohlen bekommen habe. Die Thematik war, gerade im Hinblick darauf, dass das Buch vor Corona erschien, sehr heftig, aber insgesamt war es nicht so meins.

Noch immer sehr viel Stardew Valley,obwohl ich mittlerweile ein wenig den Reiz vermisse. Ich habe genug Geld, die Mine ist erkundet, neue Tiere möchte ich nicht haben und die zufälligen Ereignisse nehmen ab. Trotzdem entspannt es mich sehr und ich komme dadurch gut auf andere Gedanken. Gerade nach dem Desaster mit dem „Verlag“ tat es mir gut, mich abzulenken und nebenher Podcasts von The Tribe zu hören. Nebenher habe ich Unsung Heroes zu Ende gespielt, ein Zeitmanangement-Spiel von GameHouse. Die Storyline war toll, das Spielerlebnis nicht unbedingt. Danach habe ich mit Maggie’s Movies weitergemacht, ein Zeitmanagement-Spiel im Hollywood-Setting. Macht Spaß, nur ist das Vorankommen sehr zäh, da die Geschichte im Vordergrund steht, die mich jedoch nicht so stark fesselt.

Ich habe momentan eine kleinere Netflix-Krise. Die meisten Serien, die mich interessieren, haben nur eine Staffel und was das bei Netflix heißt, weiß man ja: offenes Ende, meist ohne Fortsetzung. Daher war ich so ein wenig in einer Serienflaute, die schon seit einigen Monaten andauert. Ich habe Quicksand begonnen, eine schwedische Serie, die das Thema Amoklauf aufgreift – am Ende ging es nur um Drogen, Partys und Sex. Nach zwei Folgen habe ich aufgegeben. Equinox, eine Mischung aus DARK und The OA – eine dänische Serie. Gefiel mir ebenfalls nicht, weil es mir zum Schluss hin zu abgedreht wurde und damit unglaubwürdig. Ende des Monats begann ich mit Stateless, eine australische Serie, die rund um Adelaide und in Canberra gedreht wurde (hach, so schön!) und die Flüchtlingscamps thematisiert, aber auch ihre dortige unmenschliche Behandlung. Ein weiteres Schattenkapitel australischer Geschichte, das auf sehr eindrückliche Weise thematisiert wurde. Gefiel mir sehr, sehr gut und erinnerte mich an die Gespräche, die man im Melbourner Immigration Museum selbst steuern konnte. Germany’s Next Topmodel finde ich dieses Jahr sehr anstrengend, weil es mehr Big Brother gleicht als einer Castingsendung. Die Meeeedchen finde ich allesamt schrecklich, da ist eine zickiger unterwegs als die andere. Die Shootings sind fast alle im Walk als Selfie integriert, was ich wegen Corona verstehe, aber so ein wenig den Reiz nimmt und auch das Umstyling war lahm.

Diesen Monat eigentlich nichts Spezifisches. Ein wenig Dua Lipa und viel aus meiner 90er Playlist und meiner 2019er Australia Playlist. Heimweh lässt grüßen. Und natürlich Stayin‘ alive, schließlich habe ich einen 1. Hilfe-Kurs besucht … grml.

Fast Car (2015 Remaster)

„Was ist Abblendlicht und was ist das Standlicht?“
„Wie heißt das? Abendlicht?“

Fahrschulschülerin (Nicht ich :D)

Der April wird mich hoffentlich trotz Corona dem Führerschein ein wenig näherbringen. Ich freue mich darauf, weiter dazuzulernen und bin gespannt, was der Monat sonst noch so bereithält. Erwartungen / Wünsche habe ich keine, mit Corona kann man ja absolut nicht mehr planen – das habe ich aufgegeben, weil man nur enttäuscht wird. Hoffentlich sinken die Zahlen, was mir aktuell große Bauchschmerzen bereitet. Aber lassen wir das Thema, es kann ja eh keiner mehr hören.


Wie war euer März?


No worries,

Sarah