Amicitia,  Write

Camp NaNoWriMo 2018 – Woche 1

G’day, Mates!

Nachdem ich im letzten Jahr so viel Spaß hatte, an meinem ersten NaNoWriMo teilzunehmen, habe ich mich dazu entschlossen, diesen Monat beim Camp NaNoWriMo mitzumachen. Das wird so super!

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01.04.2018

Wie lief das Schreiben?

Der erste Tag im Camp war schon mal relativ katastrophal.

  1. Ich hatte weniger Zeit als ich im Voraus eingeplant hatte. Gerade, wenn man einen neuen Roman beginnt, ist es wichtig, Ruhe zu haben. Hatte ich nicht, das war ziemlich blöd.
  2. Als ich die Erzählweise geplottet hatte, hatte ich schon so meine Bedenken, ob das funktionieren würde. Zum einen, weil ich das so noch nie geschrieben habe, zum anderen, weil ich nicht wusste, ob es mir gelingen würde, das so umzusetzen, wie es mir vorschwebte. Spoiler: Es hat nicht funktioniert. Also habe ich direkt im ersten Kapitel die Reißleine gezogen und alles von Anfang an umgeschrieben. Lieber jetzt als später, aber direkt 2.000 Wörter für den Papierkorb.
  3. Ich fühle mich total gehemmt und blockiert. Keine Ahnung, woher das Gefühl kommt, da das Konzept gut ist, auch schon abgesegnet wurde und vielversprechende Twists und Konflikte bereithält. Aber die Angst vorm Scheitern ist da und dass das schon direkt am ersten Tag so ist, nervt mich total.

Ich hoffe, dass ich die Probleme lösen kann und es sich morgen besser anfühlt. Zwar muss ich alle Kapitel umjustieren und an die neue Erzählweise anpassen, was tierisch nervig wird, aber mal gucken. Vielleicht bekomm ich noch die Kurve und es klappt irgendwie doch noch.

Das Projekt

Mir fällt es etwas schwer, in die Erzählperspektive zu gehen, was vermutlich an dem Kuddelmuddel am Anfang lag. Mal schauen, wie das noch so weitergeht. Bin gerade etwas unschlüssig, ob das so für mich funktioniert.

Wo befinde ich mich gerade?

Ich habe endlich die Zugfahrt des Grauens überstanden und bin bei meinen Freundinnen angekommen.

Zitat

Nun war ich bald bei meinen besten Freunden und nichts konnte mich von dem Abenteuer meines Lebens abhalten.

Fazit

Der Start war mehr als holprig und bisher habe ich das Gefühl, nur Worthülsen zu produzieren, doch da das so immer ist, ignoriere ich es einfach.

Geplant: 2.666 Wörter
Geschrieben: 4.963 Wörter

02.04.2018

Wie lief das Schreiben?

Anfangs gar nicht. Ich habe mich tierisch demotiviert nach der gestrigen Erfahrung gefühlt, zumal ich heute unfassbar viel auf dem Plan habe. Aber jetzt, wo einige Dinge ins Rollen gekommen sind, fühle ich mich etwas wohler im Manuskript, auch (oder vor allem) mit der Erzählweise und zum Ende hin hat es richtig Spaß gemacht. Endlich. Daran habe ich heute Morgen nämlich noch gezweifelt.

Das Projekt

Endlich sind meine Chaoten wieder vereint <3 die Geschichte funktioniert echt nur, wenn sie alle miteinander agieren, das merke ich immer und immer wieder. Das ist ein echt gutes Zeichen 🙂

Wo befinde ich mich gerade?

Ich sitze mit meinen Freunden am Frühstückstisch vor der Landkarte Skandinaviens.

Zitat

Sha sah Marcia entgeistert an. »Woher weißt du das, Wikipedia?«
»Google Maps behauptet das.«
»Wieso googelst du, wie man zu Fuß von einem Kaff zum anderen kommt?«

Fazit

Es war ein schwieriger Start, aber zum Ende hin wurde es besser.

Geplant: 2.666 Wörter
Geschrieben: 5.047 Wörter
Gesamt: 10.010 Wörter

03.04.2018

Wie lief das Schreiben?

Gut. Ich habe direkt morgens schon knapp 3.000 Wörter getippt. Es gibt mir einfach ein besseres Gefühl, wenn ich morgens schon mein Soll erfülle. So fühle ich mich in der restlichen Tagesgestaltung etwas freier. Dann gab es nochmal eine Session, um die restlichen 2.000 Wörter zu tippen. Momentan plane ich, bis zum Ende der Woche die Hälfte des Romans fertigzustellen, um mich danach ein wenig zu entlasten. Es ist zwar absolut crazy und ich weiß nicht, ob es wirklich so gut für den Roman ist, aber warten wir es ab.

Das Projekt

Endlich sind die Chaoten on tour. Ich hoffe, dass ich jetzt emotional besser ins Werk finde. Nicht, dass alles bisher langweilig war, aber es war eine Einleitung, die nun endlich so richtig ins Rollen kommt.

Wo befinde ich mich gerade?

Ich sitze auf dem Fahrrad und fahre los.

Zitat

»Man kann nie früh genug anfangen, für die Liebe zu kämpfen. Und bei dir wird es langsam aber sicher mal Zeit.«

Fazit

Momentan fehlt mir noch ein wenig das “ich bin drin”-Gefühl. Ich möchte nicht sagen, dass ich keinen Flow habe, denn den habe ich augenscheinlich. Aber so dass man eher alles um sich herum vergisst und wirklich total mitfiebert. Das hatte ich bisher noch nicht und das macht mir einiges Kopfzerbrechen.

Habe ich es verlernt, weil ich nur noch runterschreibe? Oder stimmt etwas mit dem Plot nicht?

Geplant: 2.666 Wörter
Geschrieben: 5.069 Wörter
Gesamt: 15.079 Wörter

04.04.2018

Wie lief das Schreiben?

Es lief. Aber ich bin echt todunglücklich mit meinem Projekt. Irgendetwas fühlt sich falsch an und ich weiß nicht was. Der Plot ist super, das behaupte ich mal ganz bescheiden. Aber irgendetwas hakt. Ich hatte eigentlich gerade gedacht, dass es heute besser läuft. Jetzt, wo sie unterwegs sind und die Geschichte so richtig ins Rollen kommt. Aber das absolute Gegenteil ist der Fall und das nervt mich. Morgen wird es vielleicht besser laufen, mal schauen.

Das Projekt

Es zieht sich etwas. Da die Chaosköpfe nun auf Reisen sind und ich das auch einigermaßen anschaulich beschreiben möchte, bin ich sehr stark auf Google Maps und Kilometeranzeigen angewiesen. Das hält beim Schreiben natürlich auf, hilft aber, ein realistisches Setting zu schaffen. So bin ich immerhin auf viele lustige Straßennamen gestoßen.

Wo befinde ich mich gerade?

Ich debattiere mit meinen Freunden darüber, ob wir ein vermeintlich hilfsbereites Angebot annehmen oder ablehnen sollten.

Zitat

»Auch wenn in deinem Gehirn wenig Sinnvolles vorhanden ist, rate ich dir dazu, es zu schützen und einen Helm zu tragen.«

Fazit

Ich bin nicht glücklich. Aber morgen ist ein neuer Tag.


Geplant: 2.666 Wörter
Geschrieben: 4.954 Wörter
Gesamt: 20.033 Wörter

05.04.2018

Wie lief das Schreiben?

Katastrophal. Ich habe mich heute so gequält wie noch nie. Allein schon, dass die Session mit knapp 2.000 gelöschten Wörtern begann. So musste ich heute mehr als 4.000 Wörter schreiben, von den eigentlich angepeilten 5.000, um die 25.000 heute vollzumachen. Es ging einfach gar nichts. Jedes Wort war ein Kampf, alles fühlt sich erzwungen, bescheuert und doof an. So hatte ich das echt noch nie. Und ich weiß einfach noch immer nicht, woran es liegt, dass ich selbst nach 100 Seiten noch nicht ins Projekt gefunden habe. Normalerweise passiert das auf 20-50 Seiten. Ich hab meine Erzählstimme gefunden, mich eingerichtet und dann geht es per Autopilot weiter.

Das Projekt

Ich finde einfach alles daran schlecht, ohne dass ich genau sagen kann, woran es liegt. Es nervt mich einfach alles und ich finde alles total bescheuert und doof.

Wo befinde ich mich gerade?

Ich mache Sightseeing durch Sakskøbing.

Zitat

Sie strahlte uns an. »Habt ihr den dänischen Umlaut gehört?«
»Ähm. Vielleicht.«
»Du meinst wohl Æm.«

Fazit

Ich bin mir nicht sicher, wie das weitergeht.


Geplant: 2.666 Wörter
Geschrieben: 4.295 Wörter
Gesamt: 22.701 Wörter

06.04.2018

Wie lief das Schreiben?

Ich habe gestern noch lange an einer Art Problemanalyse gesessen. Ein paar Erkenntnisse konnte ich gewinnen und hab mir einige Notizen gemacht. Also dachte ich, dass es heute besser läuft und ich mit einem neuen Selbstbewusstsein ins Projekt starten kann. Joar. War leider nicht so. Die Charaktere, die ich jetzt seit mehr als zehn Jahren kenne, verhalten sich alle total hölzern. Ich spüre überhaupt keine Verbindung zu ihnen und lasse sie nur nach Drehbuch agieren. Ich weiß nicht, woher es kommt und es frustriert mich enorm. Man sollte meinen, dass sie mir in Fleisch und Blut übergegangen sind.

Das Projekt

Ich habe mehr als 100 Seiten geschrieben und bisher war ich nicht ein einziges Mal im Flow. Läuft. Ich freu mich auf die Überarbeitung.

Wo befinde ich mich gerade?

Ich putze mir mit meinen Freundinnen im Waschhaus die Zähne.

Zitat

»Aber es ist nicht dasselbe. Was du übrigens verstehen würdest, wenn du mal alle Harry Potter-Bände gelesen hättest.«
»Aber wozu?«, fragte Sha.
»Ich weiß doch bereits alles, weil du ständig davon erzählst.«

Fazit

Das blöde Gefühl wird immer stärker, der Unwillen größer und die Angst, es nicht zu beenden und von vorn beginnen zu müssen, wächst.


Geplant: 2.666 Wörter
Geschrieben: 5.371 Wörter
Gesamt: 28.072 Wörter

Fazit nach Woche 1:

Ich werde mich am Wochenende auf jeden Fall nochmal hinsetzen müssen und den Plot überarbeiten. Vermutlich liegt da irgendwo das Problem. Bzw. meine Art, wie ich Kapitel angehe. Hoffentlich wird es dann besser. Ansonsten muss ich das Projekt vorziehen, was ich im Juli Camp schreiben wollte.


No worries,

Sarah