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Camp NaNoWriMo 2017 – Woche 1

G’day Mates!

Es geht wieder los – das Camp hat begonnen und damit auch der Wahnsinn, innerhalb eines Monats ein Roman aus dem Boden zu stampfen – äh. Sinnvolle Wörter in ein leeres Dokument zu tippen. Ihr wisst schon :DWie immer halte ich euch auf dem Laufenden und berichte, wie es mir im Camp so ergangen ist.

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Ein paar Informationen zu dem Projekt, das ich schreibe:

Ich habe vor, zwei Short Stories aus dem Amicitia-Universum zu schreiben, die aus der Sicht von Elias und Danny erzählt werden. Eigentlich bin ich kein Fan von diesen kurzen Geschichten, aber es fühlt sich falsch an, wenn die beiden gar nichts sagen dürfen. Irgendwie gehören sie ja zu dem Mädchen-Paket dazu 😀 Außerdem habe ich interessante Themen und einen nicht ganz fertig erzählten Handlungsstrang gefunden, von denen ich mir vorstellen könnte, dass sich der Einschub zu lesen lohnt.

Am 25.06. habe ich mir beide Plots noch einmal durchgelesen, um aufzufrischen, was ich da so geplottet habe, die Papyrus-Dokumente samt Kapiteleinteilung erstellt und mir einen Plan gemacht, wie ich die Wörter und Seiten innerhalb des Camps und auch auf die Inhalte verteile. Bin momentan gar nicht mehr so überzeugt von den Ideen, aber das wird schon wieder kommen 🙂


Ich habe mir ein Ziel von 62.800 Wörtern gesetzt, sodass jede Kurzgeschichte um die 31.400 Worte umfasst, was etwa 150 Normseiten sind.

01.07.2017

Wie lief das Schreiben?

Ich bin mit den denkbar schlechtesten Voraussetzungen ins Camp gezogen, die man sich vorstellen kann. Mutlos und voller Selbstzweifel. Warum und wieso erfahrt ihr in einem anderen Post, der kommende Woche online geht. Trotzdem gebe ich mein Bestes und hoffe, dass ich durch den Druck, den das Camp ausübt, die Zweifel überwinden kann und nicht mehr denke, dass ich ein hoffnungsloser Fall bin.Ich habe mit der Short Story von Danny begonnen, obwohl ich gerade auf die viel weniger Lust hatte. Manchmal ist es komisch, wie die Dinge sich entwickeln 😀 Momentan glaube ich, dass ich viel zu großzügig geplant habe. Obwohl ich noch nie in so einem kleinen Rahmen geschrieben habe, merke ich, dass ich mir nicht genug Zeit nehme, um Dinge zu beschreiben und 150 Seiten plötzlich genauso viel erscheinen, wie 300. Notfalls muss ich, wenn ich alles erzählt habe, nochmal während des Camps drüberlesen und Beschreibungen anfügen.
#08.59 Die ersten 1068 Worte für “Danny” sind getippt. Jetzt gibt es erst einmal Frühstück und dann geht es mit “Elias” weiter.
#10.50 Der Wordcount für heute ist geknackt. Jetzt werde ich mich noch einmal durch die Seiten lesen, hier und da Beschreibungen einfügen und dann etwas anderes machen. Vielleicht kehre ich danach nochmal in die beiden Projekte zurück oder plotte an WTIS weiter.

Das Projekt

Es ist wirklich gut, dass ich Amicitia – Chaos zu sechst überarbeitet habe, weil ich so total in den Charakteren drin stecke. Dadurch fällt es mir leicht, deren Reaktionen und Persönlichkeiten zu beschreiben.
Ich mag es, dass in dem einen Projekt eine sommerliche Stimmung herrscht, in dem anderen eher der Schulalltag. Je nachdem, worauf ich gerade mehr Lust habe, kann ich ohne Probleme umschwenken und bin dadurch trotzdem produktiv.

Wo befinde ich mich gerade?

Danny: Ich sitze an Marcias Wohnzimmertisch und lerne fürs Mathe-Abi
Elias: Ich sitze mit Freunden am See und beobachte Sha und Lee beim Federball

Zitat

Wir sind in unserem Kuhdorf. Hier sind Wiesen, Felder, ein kleiner See und blauer Himmel. Das ist Frieden genug. Mehr braucht kein Mensch.

Fazit nach Tag 1

Es lief gut. Trotzdem würde ich am liebsten alles in die Tonne hauen, weil ich momentan ausschließlich von dem Gefühl geleitet bin, eh niemals gut genug für eine Veröffentlichung zu schreiben.
Fun-Fact: Ich habe eine neue Funktion bei Papyrus entdeckt (Kommentare im Navigator anzeigen), wie cool! Das habe ich schon ewig gebraucht 😀

Geplant: 2.100 Wörter
Geschrieben: 2.738

02.07.2017

Wie lief das Schreiben?

Ich bin heute gemütlich in den Tag gestartet – es ist Sonntag und ich möchte mir keinen Stress machen. Geplant ist, die Zielwortzahl zu erreichen und dann vielleicht etwas anderes zu machen und wenn Zeit bleibt, noch einmal in die Projekte zurückzukehren :)Ich habe viel, viel, viel zu großzügig geplant. Ich bin ziemlich unschlüssig, warum mir der Rahmen der Kurzgeschichte, der halb so klein ist wie meine sonstigen Werke (vor allem, wenn Erstfassungen locker 600-800 Seiten bei mir haben) so riesig vorkommt. Hetze ich zu sehr? Nehme ich mir nicht genug Zeit für alles? Schwierig zu sagen, wenn man mitten im Schreiben steckt.Ich glaube, ich werde mir noch einmal alles durchlesen, wenn meine Session beendet ist.
#11.20 Ich habe mein heutiges Wortziel für “Danny” echt vollkommen übertroffen. Ich muss nun noch etwas bei “Elias” (ein Hoch auf die Arbeitstitel!) schreiben, obwohl es mich gerade total zu WTIS zieht.
#12.03 Ich stecke total fest. Gerade mal 400 Wörter für “Elias”. Grml.
#12.36 Ein paar Worte abgequält, damit beide Short Stories etwa auf dem gleichen Stand sind. Jetzt gibt es eine Pause mit Sacred und dann WTIS!

Das Projekt

Im Moment ist es mir alles etwas zu dialoglastig in “Danny”. Mir gefällt die Mischung zwischen beobachtendes Beschreiben und Dialog überhaupt nicht. Es unterstreicht zwar sehr stark seinen Charakter, aber ich glaube nicht, dass es sich angenehm liest. Das dachte ich aber im NaNo letztes Jahr auch und wenn ich hier und da ins Projekt geschaut habe, um etwas nachzulesen, war ich überrascht, wie gut manche Stellen waren. Von daher lasse ich es stehen und sehe dann weiter.

Wo befinde ich mich gerade?

Danny: Ich stehe auf dem Longboard und puste meinen Kopf durch.
Elias: Ich denke gerade ziemlich gemeine Sachen und habe ein unheimlich schlechtes Gewissen deswegen.

Zitat

»Ich möchte, dass diese Reise etwas ganz Besonderes wird. Etwas, woran wir uns noch erinnern, wenn wir alt und runzlig im Altenheim hocken und farbloses Essen in uns reinschlürfen, weil wir keine Zähne mehr haben.«

Fazit nach Tag 2

Es lief gut! Ich bin zwar überhaupt nicht zufrieden und dass ich so großzügig geplant habe, erleichtert die Sache nur bedingt, aber schauen wir mal. Das war letztens beim NaNo auch so. Und wäre ich nicht so generell entmutigt, wäre das auch anders auszuhalten.

Geplant: 2.100 Wörter
Geschrieben: 3.910 Wörter
Gesamt: 6.648 Wörter

03.07.2017

Wie lief das Schreiben?

Da ich um kurz nach zwölf einen Termin habe, bemühe ich mich, vorher zumindest den Camp-Teil zu schaffen, damit ich danach den Rücken frei habe, um die Überarbeitung von Amicitia voranzubringen und WTIS zu plotten. Vielleicht ist auch noch eine Runde Sacred drin, wobei es mir vor dem anstehenden Bossfight gruselt. Mal schauen, ob ich wieder so strebermäßig meinen Wordcount übertreffe, momentan bezweifle ich das 😀
#08.38 Die ersten 50 Wörter sind schon mal getan.
#09.17 1368 Wörter für Danny sind getippt. Ich bin gerade ziemlich im Flow, aber unterbreche an der Stelle. Trotzdem bin ich noch immer skeptisch und möchte gern an einer guten Stelle wieder anfangen.
#10.52 Tolle Wurst. Spotify ist abgeschmiert.
#10.53 Google Chrome auch. Meh. Kommt in letzter Zeit häufiger vor. Nerv!

Das Projekt

Bei “Danny” habe / hatte ich ein ganz gutes Gefühl. Mir hat die Szene, die ich gerade geschrieben habe, sehr gut gefallen und ich glaube, dass ich mich langsam in den Charakter und die Erzählweise einfuchse. Mal schauen, wie es weitergeht.

Das Schreiben an “Elias” lief heute auch recht gut. Vielleicht bin ich nun wirklich mit beiden Charakteren, deren Erzählstimme und dem Projekt selbst angekommen (und ich wette, morgen wird es wieder genau das Gegenteil). Zumindest motiviert mich das ein wenig.

Wo befinde ich mich gerade?

Danny: Ich stehe auf dem Longboard und genieße es, meinen Gedanken freien Lauf zu lassen.
Elias: Ich bewundere meine Freundin für ihre Disziplin.

Zitat

»Dann mach wenigstens die Tür zu. Ich kann diese Schpladder-Geräusche nicht mehr hören.«
»Splatter, Mama. Splatter.«

Fazit nach Tag 3

Mich fuchst es etwas, dass ich nicht sohooo super viel schreiben konnte, wie ich es gern getan hätte. Aber ich habe momentan einfach so Lust auf WTIS, dass ich mich ärgere, wenn ich da keine Zeit für finde. Oder für andere Dinge (habe gerade nämlich eine Woche “Urlaub”). Daher muss ich Kompromisse schließen. Etwas, was ich noch nie gut konnte 😀

Geplant: 2.100 Wörter
Geschrieben: 3.418 Wörter
Gesamt: 10.035 Wörter (wooohooo!)

04.07.2017

Wie lief das Schreiben?

Das Schreiben an “Danny” lief sehr, sehr flüssig. Mal eben habe ich knapp über 2.000 Wörter getippt – in einem Rutsch. Das ist super, auch wenn ich das Gefühl habe, nur Mist geschrieben zu haben. Mal schauen, wie es auf mich wirkt, wenn ich es mit etwas Abstand erneut lese. Bei “Elias” sah es komplett anders aus und ich bin ein wenig traurig. Ich hatte mich auf seine Handlung am meisten gefreut und mittlerweile glaube ich, dass es sich richtig schlecht und blöd liest. Aber nunja. Warten wir ab.

Das Projekt

Ich kann nie sagen, welchen der Jungs ich gerade lieber mag. Beide sind so grundverschieden, dass es mir immer Spaß macht, die Sicht zu wechseln. Ich hoffe nur, dass sie nicht zu gleich klingen, weil ich parallel an beidem schreibe.
Bei “Elias” muss ich bei dem Kapitel aber nochmal ran. Das ist mir noch nicht peppig genug und ich möchte meine Leser ja nicht langweilen.

Wo befinde ich mich gerade?

Danny: Ich liege im Bett und denke über einen schlimmen Fehler nach.
Elias: Ich rekapituliere die letzten Jahre.

Zitat

»Und du solltest zocken. Sonst fehlt mir doch etwas.«
»Es ist komisch, wenn du Wörter wie ›zocken‹ benutzt.«

Fazit nach Tag 4

Geplant: 2.100 Wörter
Geschrieben: 4.128 Wörter
Gesamt: 14.193 Wörter

05.07.2017

Wie lief das Schreiben?

No risc – no fun. Bis um fünf habe ich gar nichts gemacht. Ich habe Vorbereitungen für den Brotjob gemacht (uh, es wird so toll!), WTIS geplottet und einige Dinge erledigt. Habe heute tierische Kopfschmerzen und fühl mich einfach nur bäh. Aber jetzt geht es etwas und ich hoffe, ich komm wieder auf etwa 4.000 Wörter. Der Vorteil ist, wenn man an zwei Projekten gleichzeitig schreibt, dass man immer irgendwann unterbrechen muss, um an dem anderen Projekt zu schreiben. Ich gebe mir Mühe, immer dann einen Cut zu setzen, wenn ich eigentlich gern weiterschreiben würde, damit ich am kommenden Tag besser in die Geschichte hineinfinden kann. Der Nachteil ist der Moment des Umswitchens, gerade wenn es so gut läuft.

Das Projekt

Momentan fühle ich mich bei “Danny” viel wohler. Vielleicht, weil eine Menge Herzschmerz dabei ist und ich mich darin gerade gut suhlen kann. Langsam gerät auch der Konflikt in Gang, weswegen ich sehr gespannt bin, wie es sich weiterhin anfühlt, die Short Story zu schreiben.

Wo befinde ich mich gerade?

Danny: Ich bin am See und muss meinen Freunden etwas Wichtiges mitteilen.
Elias: Ich denke Dinge, die ich nicht denken sollte.

Zitat

Es ist ja kein Geheimnis, dass die schüchternen, stillen Typen immer die Loser im Spiel der Liebe sind.

Fazit nach Tag 5

Langsam fuchse ich mich rein und es macht Spaß 🙂

Geplant: 2.100 Wörter
Geschrieben: 4.243 Wörter
Gesamt: 18.435 Wörter

06.07.2017

Wie lief das Schreiben?

Ich habe nachher noch einen Termin, weswegen ich vorhatte, danach zu schreiben. Aber ich glaube, ich werde eine Etappe jetzt schreiben und danach die andere, damit ich abends noch Zeit habe, um an WTIS zu plotten und ein Zusatzkapitel für Amicitia – Chaos zu sechst zu schreiben. Herrje, meine Liste wird nicht kürzer.  So etwas nennt sich Urlaubswoche.

Das Projekt

Bei “Elias” nimmt das Projekt gerade eine stimmungsmäßige Wendung, die ich so nicht geplant hatte. Das führt sogar dazu, dass man den armen Kerl ganz schön ins Kreuzfeuer nehmen könnte, was ich so eigentlich nicht wollte. Mh, blöd, blöd. Bei “Danny” fliegen gerade richtig die Fetzen und es macht eine Menge Spaß, das zu schreiben. So etwas gestaltet sich immer recht flott.

Wo befinde ich mich gerade?

Elias: Ich sitze gerade auf meinem Bett und diskutiere mit Lee. Es sieht nicht gut aus.
Danny: Ich habe meinen Freunden etwas gesagt, worauf sie nicht gut reagieren.

Zitat

»Frankreich wäre total super!«, rief Sha aus. »Ich liebe die Sprache! Baguette! Croissant! Accessoire!«
»Ich erblasse im Angesicht deiner Französischkenntnisse«, Lee lachte.

Fazit nach Tag 6

Das Gefühl dusseligen Unsinn zu schreiben, bleibt. Aber ich komm voran.


Geplant: 2.100 Wörter
Geschrieben: 4.107 Wörter
Gesamt: 22.544 Wörter

07.07.2017

Den heutigen Tag habe ich geskippt. Ich hatte super viel zu tun, viel zu wenig Zeit, ein Termin hat davon nochmal vier Stunden gefressen und meh. Es nervt und wurmt mich tierisch, aber ich möchte das auch nicht auf Krampf durchziehen. Zwar würde ich mir gern beweisen, dass ich es schnell (und schneller als im NaNo) kann, einfach nur aus Spaß an der Freude, aber nicht, wenn es ZU krampfig wird. (Außerdem wollen wir mal die Kirche im Dorf lassen, ich habe mir keine Sorgen wegen meines Wordcounts zu machen)

Daher:
Geplant: 2.100 Wörter
Geschrieben: 0 Wörter
Gesamt: 22.544 Wörter

08.07.2017

Wie lief das Schreiben?

Ich habe direkt morgens vor dem Frühstück knapp 3.000 Wörter für “Danny” getippt. Die gingen mir relativ gut von der Hand, auch wenn ich das Gefühl habe, nur Stuss fabriziert zu haben. Mein Ziel ist es für heute, 6.000 Wörter zu schreiben, um den Tag gestern einigermaßen wieder rauszuholen. Das sollte mir gelingen 🙂 (… und dann nochmal knapp 1000 Wörter für das Zusatzkapitel in Amicitia – Chaos zu sechst. Help!)

Das Projekt

“Danny” war mir heute etwas zu dialoglastig. Aber es ist schwierig, bei einer recht komplexen Thematik, die man aus allen Blickwinkeln beleuchten möchte, sodass keiner der Protas zu kurz kommt, noch mit atmosphärischen Beschreibungen aufzuwarten, wenn der Konflikt im Mittelpunkt steht. Ich hoffe sehr, dass ich es nicht total verbockt habe und in der Überarbeitung da noch Einiges rausholen kann. In Kapitel 3 fehlen eigentlich noch vier Seiten, aber mal schauen. Durch die Überarbeitung wird der Gesamtumfang eh nochmal drastisch schrumpfen. Mal schauen, wie viel dann überhaupt übrig bleibt. Davor gruselt es mich ja jetzt schon total.

Wo befinde ich mich gerade?

Danny: Ich sitze im Gras und frage mich, ob ich mutig genug bin.
Elias: Ich tanze in einem Club und frage mich, was ich hier eigentlich will.

Zitat

Du bist auf der Suche nach einem Fallschirm, falls unser Flugzeug abstürzt.

Fazit nach Tag 8

Joar, ich bin stolz auf mich, dass ich das Ziel erreicht habe, aber mehr als unzufrieden. Wie immer 🙂

Geplant: 6.000 Wörter
Geschrieben: 6.109 Wörter (wtf…)
Gesamt: 28.653 Wörter

Fazit nach Woche 1:

Ich bin ganz ehrlich: Ich bin unzufrieden mit meinen Plots, mit meinem Geschriebenem sowieso, mit dem ganzen Camp und am liebsten würde ich einfach aufhören. Ich zweifle an allem und vor allem an mir selbst und meinem anscheinend nicht vorhandenen Talent. Ich bezweifle, dass nach der Überarbeitung noch 5 Seiten stehen werden. Aber ich mache weiter, weil es sonst nur noch bitterer wäre. Auch wenn es total verschwendete Zeit ist. Wie immer.


No worries,

Sarah