Amicitia,  Write

NaNoWriMo 2016 – Woche 4

G’day Mates!

Kommen wir zur vierten Woche meines NaNos!

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Ich kann es noch gar nicht glauben, dass bald schon wieder fast alles vorbei sein soll. Man, die Zeit rast so dermaßen, das ist unglaublich.

21.11.2016

Wie lief das Schreiben?

Herrje. Ich neige wirklich dazu, auf Teufel komm raus chaotisch zu schreiben >.< Um Zeit zu sparen, switche ich von Szene zu Szene, je nachdem, wie es mir gerade passt. Wenn ich merke, dass ich nicht direkt weiterkomme, suche ich mir etwas anderes. Hakt es da, wieder etwas anderes. Mir sitzt ein wenig die Zeit im Nacken, was Dinge für die Arbeit angeht und auch, das Projekt in den kommenden Tagen vollenden zu wollen. Grml. Ich habe jetzt drei Szenen, die noch nicht vollständig fertig sind, aber mal schauen, was die Woche noch so wird. (argh! Dann ist es vorbei!) Ein bisschen merkwürdig ist es, dass mir neuerdings der rechte Daumen und der Ballen vom rechten Zeigefinger wehtun. Anscheinend verkrampfe ich mich beim Schreiben, was bisher noch nie irgendein Problem dargestellt hat. Wieso gewöhne ich mir so einen nutzlosen Scheiß an?! Mittlerweile merke ich es auch ein wenig in den Handgelenken (zumal ich auch für Arbeit sehr viel mit der Hand schreiben musste die letzten Tage) und hoffe, dass es bis zum Wochenende besser wird, wenn ich meinen Gebärdensprachkurs habe…

Das Projekt

Ich hatte mich ja noch etwas über die Chemie beklagt, die zwischen Protagonistin und Love Interest besteht, bzw. nicht besteht. Da aber genau dieses Problem im Roman selbst thematisiert wird, ist das doch eigentlich ein gutes Zeichen, oder? Doof nur, dass sich das extrem blöd schreiben lässt. Aber vielleicht brauche ich da einfach noch den kompletten Abschluss für den Roman und dann die Korrektur, um das besser darstellen zu können.

Wo befinde ich mich gerade?

Ich picknicke im Haus.

“Aber seine Lippen sind so weich! Und er riecht nach Lavendel! Mein absoluter Lieblingsduft! Lila – meine absolute Lieblingsfarbe! Und dann riecht ausgerechnet er nach Lavendel! Woher? Wieso? Das hat er doch vorher nicht getan! Oder doch? Ich weiß es nicht!”

Fazit

Wird nochmal knapp, den Roman auch zu beenden. Wieso muss ich auch immer so viel faseln? -.-”

21.11.2017

Wie lief das Schreiben?

Mega! Ich hatte erst etwas Zeitdruck und dachte, dass es besser ist, schnell zu machen. Aber dann dachte ich “nö”. Der NaNo ist gewonnen. Das, was ich schaffe, ist alles Zusatz. Ja, es wäre cool, wenn ich den Roman beenden kann, aber es ist kein Weltuntergang, wenn ich das nicht schaffe. Also habe ich mich auf eine Szene gestürzt, die ich nicht wirklich aufm Schirm hatte, die aber geschrieben werden sollte. Ich habe dann gedacht, einfach mal coole Mukke anzumachen und BOAH! Ich war so im Flow! Ich habe die Szene richtig gefühlt und es lief total super. Mal eben 2000 Wörter getippt in knapp 45min. Und ich glaube, die Szene ist wirklich gut geworden. Und eigentlich fehlen mir jetzt noch ein paar Wörter, die geschrieben werden müssen, aber mir fällt es gerade ein wenig schwer, aus den Longboard-Vibes herauszufinden und was ganz anderes zu schreiben. Wieso ist jetzt Winter? Wieso hab ich jetzt Bock auf Longboarden? Grml.

Das Projekt

Es macht echt Spaß. Meine Prota ist heute das erste Mal so richtig aus sich herausgekommen und die Chemie pendelt sich langsam ein zwischen den Charakteren. Ich bin mal gespannt, wie das weitergeht 🙂

Wo befinde ich mich gerade?

Ich fahre auf einem Longboard und fühle mich unbesiegbar.

“Hatte ich mich vor wenigen Sekunden noch wie Lord of the board gefühlt, gehörte das schlagartig der Vergangenheit an.”

Fazit

Longboard-Vibes im Winter sind kacka.

23.11.2016

Wie lief das Schreiben?

Ganz gut! Ich habe eine Szene geschrieben, die viel anders geplant war, aber mir jetzt ganz gut gefällt. Also denke ich 😀 Eine andere Szene ist dafür etwas pessimistischer geworden, als ich es eigentlich beabsichtigt hatte. Das ist zwar schade, aber noch ist ja nichts in Stein gemeißelt.

Das Projekt

Ich gewinne meine Protagonistin gerade richtig lieb. Ich bin jetzt auf Seite 291 und langsam aber sicher gewöhnen wir uns aneinander 🙂

Wo befinde ich mich gerade?

Ich sitze am Küchentisch und führe ein schwieriges Gespräch.

»Es gibt keinen Grund, nervös zu sein.«
OH, DOCH! UND OB ES DEN GIBT!
»Okay. Gut. Schön.«
War ich auch in der Lage, einen vollständigen Satz mit Subjekt, Prädikat und Objekt zu sprechen? Vielleicht auch einen, der ein Komma beinhaltete und nicht so ruppig wirkte?

24.11.2016 
Wie lief das Schreiben?

Ganz gut. Musste mich ein wenig beeilen, weil ich viel zu erledigen hatte und dadurch nicht ganz so viel Zeit erübrigen konnte. Aber es ging doch irgendwie.

Das Projekt

Ich habe heute ein paar Chat-Szenen geschrieben und merke, dass mir die locker von der Hand gehen. Das ist immer eine gute Sache, wenn man schnell Wörter zusammenkriegen möchte, ohne sich großartig viele Gedanken machen zu müssen 🙂

Wo befinde ich mich gerade?

Ich chatte mit meinen Freundinnen

»Ach, Lee. Du weißt doch, wie ich bin. Ist alles okay bei Lelias?« »Lelias?« »Ich arbeite an eurem Shipname. Ja, bisher sind die Versuche noch nicht so toll, gebe ich zu.«

25.11.2016

Wie lief das Schreiben?

Heute doch recht gehetzt. Ich habe super viel zu erledigen, da ich die kommenden zwei Tage zu nichts kommen werde und noch enorm viel für die Arbeit vorbereiten muss. Ich hätte gern etwas mehr Zeit, weil ich es so definitiv geschafft hätte, meinen Roman zu beenden 😮

Das Projekt

Ich habe heute die Schlüsselszene geschrieben. Das ist zwar sehr weit vorgegriffen, aber es war mir wichtig, die Szene jetzt im Kasten zu haben, damit ich aus den verbleibenden Szenen auswählen kann, welche ich davon schreibe. Nur weiß ich, dass es mir ohne diese Szene in nicht-chronologischer Reihenfolge nicht geglückt wäre.

Wo befinde ich mich gerade?

Ich sitze verwirrt auf meinem Bett.

»Was meinst du?«, fragte ich. Ich hatte nicht richtig zugehört, da mir schon bei dem Gedanken daran, was wir nachher alles Leckeres essen würden, das Wasser im Mund zusammenlief.

Fazit

Hm, ja, doch. Die Szene ist so für den ersten Anlauf ganz gut geworden 🙂

26.11.2016

Wie lief das Schreiben?

Heute gar nicht, weil ich beim Gebärdensprachkurs war.

Fazit nach Woche 4:

Ich bin froh, dass ich durch bin und hoffe darauf, dass irgendetwas brauchbar ist, von dem, womit ich die letzten Wochen verbracht habe.

27.11.2016

Wie lief das Schreiben?

Ich habe mich so, so, so geärgert. Ich war ja voll scharf auf dieses 30-Tage-Badge-Ding. Fragt nicht, aber ich liebe es total, solche Dinge zu sammeln und da kenn ich ja nichts. Ich hatte extra vorgearbeitet, damit ich einen Wortpuffer habe, um am 26. und 27. Wörter einzutragen, obwohl ich an diesen Tagen nicht zum Schreiben kommen würde. Und dann vergess ich es, die Worte einzutragen. Gnaaaaah. Also habe ich mich dazu entschieden, heute meinen win zu claimen. So hat sich das mit dem Badge erledigt und da der Roman eh nicht bis zum 30. fertig wird, ist das auch egal.

IT’S DONE!
Fazit

Insgesamt kann ich sagen, dass mir der NaNo definitiv was gebracht hat. Ich habe immerhin ein rund 300-seitiges Manuskript, auch wenn es noch längst nicht beendet ist. Ich glaube auch, dass mir das spontane Mitmachen sehr geholfen hat, nicht lange zu überlegen, ob und wenn ja, wie, ob ich es zeitlich schaffe und überhaupt. Da ich einen fertigen Plot hatte, ging es wirklich nur darum, diesen runterzuschreiben. Außerdem habe ich die Gewissheit, dass ich nach sehr langer Schreibpause trotzdem noch funktionieren kann. Das hat mir ein wenig die Angst genommen, wieder anzufangen und diesem Moment dadurch zu entgehen, dass man beim NaNo nicht lange fackeln kann, sondern einfach machen muss. Sollte also jemand eine längere Pause machen müssen, egal weshalb, kann ich jedem empfehlen, durch den NaNo wieder anzufangen 🙂 allein, dass so viele andere schreiben und motiviert sind, hilft enorm. Trotzdem kann ich nicht leugnen, dass der November schon sehr stressig war. Alles unter einen Hut zu kriegen, zumal ich ja eigentlich primär an der Überarbeitung gesessen habe und mich mit meinem neuen Job einarbeiten musste, war das alles kein Spaziergang. Aber irgendwie ging es immer. Nicht so gut gefallen hat mir, dass man eben doch recht gehetzt schreibt. Sich nicht wirklich viel Zeit nehmen kann, um sich vollständig in die Situation einzufühlen, weil man eben gucken muss, dass man vor der Arbeit seine 1667 Wörter geschrieben bekommt. Oder eben mehr. Ob das dem Manuskript geschadet hat, werde ich sehen, wenn ich es überarbeite.Wie lief euer NaNo? Seid ihr zufrieden? Oder habt ihr mittendrin aufgegeben? Oder habt ihr gar nicht teilgenommen?


Wie läuft es bei euch?


No worries,

Sarah